Kreativwirtschaft auf dem Lande

Die Studie „Kreativwirtschaft im Ländlichen Raum: Kommunikationskonzept und Förderansätze" der Hochschule der Medien Stuttgart gibt einen Einblick in vorhandene Förderstrukturen für Kreativschaffende in ländlichen Regionen

Cover der Studie mit unterschiedlichen thematischen Bildern
In der Studie beschäftigten sich die Wissenschaftler vorwiegend mit Coworking Spaces für Kreativschaffende außerhalb des urbanen Raumes | Bild: Hochschule der Medien

Wie entwickelt sich die Kreativwirtschaft im ländlichen Raum? Prof. Dr. Martin Engstler und Lutz Mörgenthaler von der Hochschule der Medien in Stuttgart sind dieser Frage nachgegangen und innerhalb der Studie „Kreativwirtschaft im Ländlichen Raum: Kommunikationskonzept und Förderansätze“ einen Einblick in vorhandene Förderstrukturen für Kreativschaffende in ländlichen Regionen in Baden-Württemberg ermöglicht. Besonders berücksichtigt wurde das Arbeitsmodell Coworking als mögliche und progressive Förderoption. Das Forschungsprojekt wurde vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) gefördert.

Coworking-Spaces auch in Kreativwirtschaft Trend

„In dem Forschungsbericht werden neue, entscheidende Impulse zur erweiterten Unterstützung von Kreativunternehmen und Netzwerken im Ländlichen Raum durch Coworking Spaces und Kreativzentren gesetzt“, sagt Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Es zeigt sich, dass die vielfältige Branche Kultur- und Kreativwirtschaft längst über den städtischen Tellerrand herausgekommen ist und neue Konzepte und Strukturen entwickelt werden. Hierbei setzt die Studie an den aktuellen Trend der Coworking Spaces an. Bei diesem neuen Arbeitsmodell können sich Freelancer Kreative, kleinere Startups oder digitale Nomaden aus den unterschiedlichsten Branchen austauschen und einen gemeinsamen Arbeitsalltag unter einem Dach verbringen. Die Selbstständigen haben einen eigenen Arbeitsplatz und teilen sich eine meist größere und offene Arbeitsfläche mit anderen Einzelunternehmern.

Gerade für Kreativschaffende sind Coworking Spaces gut geeignet. Nach Engstler und Mörgenthaler bietet sich das Arbeitsmodell bei Kreativen speziell aufgrund der Gemeinsamkeiten in der Kreativarbeit wie die hohe Kooperationsintensität und der Bedeutung persönlicher Kontakte an. Bislang sind Coworking Spaces der Studie zufolge allerdings eher im urbanen Raum zu finden, allerdings besteht vor allem im Zentrum ländlicher Regionen die Möglichkeit, Angebote neuer Arbeitsmodelle für die Kreativwirtschaft zu schaffen. Ansätze und Konzepte haben Engstler und Mörgenthaler entwickelt und in ihrer Studie „Kreativwirtschaft im Ländlichen Raum: Kommunikationskonzept und Förderansätze" veröffentlicht.

Quelle: Hochschule der Medien Stuttgart

Mehr Infos:

Studie Kreativwirtschaft im Ländlichen Raum
Institut für Kreativwirtschaft

 

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