Innovationsindex 2018: Baden-Württemberg an der Spitze

Der Südwesten belegt im Innovationsvergleich der Europäischen Union den Spitzenplatz. Auch sechs andere Bundesländer sind in der Spitzengruppe vertreten

Glühbirne wird in Richtung Himmel gehalten
Mit einem Indexwert von 82 Punkten liegt Baden-Württemberg 2018 mit deutlichem Abstand an der Spitze des Innovationsvergleichs | Bild: Pexels

Der Innovationsindex wird im 2-jährigen Turnus vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg berechnet. In diesen Innovationsvergleich werden 86 Regionen einbezogen, und zwar die 28 EU-Mitgliedstaaten und 58 Regionen auf NUTS-1-Ebene¹. Der Innovationsindex 2018 zeigt: Baden-Württemberg ist innerhalb der Europäischen Union weiterhin die Region mit der aktuell höchsten Innovationsfähigkeit.

Mit einem Indexwert von 82 Punkten liegt der Südwesten in der Berechnung 2018 dabei mit deutlichem Abstand an der Spitze des Innovationsvergleichs². Ausschlaggebend für die Spitzenposition Baden-Württembergs sind beträchtliche Investitionen in Forschung und Entwicklung, die hohe Bedeutung forschungsintensiver Industriezweige und der große Erfindungsreichtum. In der Spitzengruppe des EU-Rankings mit einem Indexwert von über 50 Punkten und einer damit ebenfalls hohen Innovationsfähigkeit liegen Bayern, die französische Hauptstadtregion Île de France, Berlin, Schweden, Dänemark, Hessen, Finnland, die südliche Region der Niederlande, Hamburg, Bremen und die französische Region Centre-Est.

Entwicklung der Innovationsfähigkeit

Für die betrachteten Länder und Regionen wurde neben dem aktuellen Innovationsniveau nun auch die Entwicklung der Innovationsfähigkeit berechnet. Insgesamt hat sich im europäischen Vergleich die Innovationsfähigkeit 2008 bis 2018³ um durchschnittlich 0,7 Indexpunkte pro Jahr verbessert. Ausgehend von einem bereits hohen Niveau hat sich das Innovationspotenzial in Baden-Württemberg mit einem vergleichsweise stabilen, aufwärts gerichteten Trend entwickelt.

Im deutschlandweiten und europäischen Vergleich zeigte sich im Südwesten damit eine durchschnittliche Verbesserung der Innovationsfähigkeit. Überdurchschnittlich verbesserte sich die Innovationsfähigkeit im Betrachtungszeitraum in der Spitzengruppe in Dänemark, Hamburg, Bremen und in der französischen Region Centre-Est. Eine positive, wenn auch im EU-Vergleich unterdurchschnittliche Veränderung der Innovationsfähigkeit, konnte für Bayern, Berlin, Schweden, Finnland und die südliche Region der Niederlande ermittelt werden. Eine Verbesserung der Innovationfähigkeit ist jedoch nicht in allen Regionen der Spitzengruppe festzustellen. In Île de France sowie in Hessen entwickelte sich die Innovationsfähigkeit mit einem seitwärts gerichteten Trend, d.h. diese blieb im betrachteten Zeitraum vergleichsweise konstant.

Innovationsfähigkeit der Länder nimmt zu 

Insgesamt betrachtet konnte für die meisten Länder bzw. Regionen eine Zunahme der Innovationsfähigkeit ermittelt werden. Die höchste Innovationsdynamik weisen in der betrachteten Dekade die Länder Portugal, Österreich, Slowenien, Irland, Dänemark und die polnische Region Poludniowy auf (Zuwachs: 1,1 bis 1,6 Indexpunkte pro Jahr).

Detaillierte Ergebnisse und Analysen zum Innovationsindex 2018 für die europäischen Länder und Regionen finden Sie in der Ausgabe 01 der Reihe „Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg", die voraussichtlich Ende Januar 2019 veröffentlicht wird.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Mehr Infos:

Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
Methodische Erläuterungen zum Innovationsindex 2018 
Thematische Karte: Innovationsindex 2018 für die Länder bzw. Regionen der Europäischen Union

¹Nomenclature des Unités Territoriales Statistiques. Die NUTS-1 Ebene entspricht in Deutschland den Bundesländern.
²Der Innovationsindex 2018 weist das Niveau der Innovationsfähigkeit aus und gibt damit Hinweise zum aktuellen technologischen Ist-Zustand. Die Entwicklung bzw. Dynamik der Innovationsfähigkeit in den einzelnen Regionen ist aus der neu berechneten Zeitreihe zu ersehen. Die Dynamik wird nicht, wie in früheren Jahren, in den Index mit eingerechnet. Die ermittelten Werte des Index sind damit nicht mit Berechnungen aus früheren Jahren vergleichbar.
³Jahresangaben beziehen sich auf die Berechnungsjahre des Index, siehe Methodenbeschreibung.

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