Challenge-Geber für HOLA Design Thinking gesucht

Kulturnahe Einrichtungen und Unternehmen der Kulturwirtschaft, die kreative Lösungsansätze für konkrete Herausforderungen brauchen, können sich bis 15. Februar an die MFG Baden-Württemberg wenden

Bastelwerkzeug
Interdisziplinäre Arbeit und das Basteln von Prototypen sind zwei wichtige Elemente von HOLA Design Thinking. | Bild: MFG Baden-Württemberg / Goldberg

Wohin geht die Reise in den nächsten Jahren? Was zeigt der Blick über den Tellerrand? Wie tickt meine Zielgruppe? Wie erreiche ich andere Menschen direkt und unkompliziert? Wie mache ich den nächsten Gedankensprung – ob unternehmerisch oder kulturell? Kreativmethoden wie Design Thinking helfen Unternehmen und Institutionen weiter, die sich besser für die Zukunft aufstellen und sich mehr an den Bedürfnissen ihrer (zukünftigen) Nutzer, Kunden oder Besucher orientieren wollen.

Design Thinking ist eine systematische Herangehensweise an komplexe Problemstellungen aus allen Lebensbereichen, bei der die Nutzerwünsche im Zentrum des Prozesses stehen. Lösungen und Ideen werden in Form von Prototypen möglichst früh sichtbar gemacht, damit potenzielle Anwender sie – bereits vor der Fertigstellung oder Markteinführung – testen und ein Feedback abgeben können. 

Challenge-Geber werden und neue Perspektiven gewinnen

Wer sich aktuell mit einer Herausforderung konfrontiert sieht, die besonders innovatives Querdenken erfordert, kann sich bis 15. Februar als Challenge-Geber bei der MFG-Initiative HOLA Design Thinking bewerben. HOLA steht für „Hochschulübergreifendes Labor für kooperatives Arbeiten”. Gesucht werden Kultureinrichtungen im weiteren Sinne, Unternehmen der Kulturwirtschaft, soziale Institutionen und Vereine aus dem Kultursektor im Südwesten. Mit vier der eingereichten Problemstellungen setzen sich bei der HOLA Summer School im August Studierende und Dozenten unterschiedlicher Fachbereiche aus ganz Baden-Württemberg auseinander.

„Für uns war es toll, dass eine Gruppe von außen mit einer anderen Brille auf unser Museum und unsere Arbeit schauen konnte“, erzählt Lisa-Marie App aus dem Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart, das 2018 als Challenge-Geber dabei war. „Da fühlt man sich auch in seinen Grundannahmen bestätigt und die eigenen Ideen können mit der Projektarbeit weiterentwickelt werden. Dass dadurch frischen Wind in die Weiterentwicklung kommt, ist für uns super.“

Kontakte knüpfen, Netzwerk und Image aufbauen

Wer mitmacht, erhält nicht nur wertvolle Einblicke in die Perspektive seiner Zielgruppe, sondern auch die kreativen Lösungsansätze und getesteten Prototypen eines interdisziplinären Teams. Nebenher eröffnet sich die Chance, den eigenen Methodenschatz zu erweitern und Design Thinking im Schnelldurchgang bei der HOLA Summer School kennenzulernen. Im Austausch mit innovationsfreudigen Studierenden und Hochschuldozenten entstehen interessante Kontakte zu den Hochschulen im Land. Im Anschluss ab die Projektphase präsentieren die Teams ihre Ergebnisse beim HOLA Innovation-Pitch im November einer Jury.

„Uns gefällt die Challenge-Lösung so gut, weil sie eine kuratorische Grundaufgabe ganz intuitiv, spielerisch, ästhetisch und reflektierend zugleich vermittelt,” sagt Prof. Dr. Heike Gfrereis vom Deutschen Literaturarchiv Marbach, Challenge-Geber 2016. Angelehnt an das Kombinationsspiel Tangram hatte das HOLA-Team ein digitales Spiel entworfen, um Museumsbesucher interaktiv an Ausstellungsobjekte heranzuführen.

Interessierte schicken bis zum 15. Februar 2019 ein Motivationsschreiben an hola@mfg.de, in dem sie ihre Ziele, Wünsche und Herausforderungen kurz umreißen. Im Gegenzug beteiligen sich die Challenge-Geber an der Durchführung von HOLA Design Thinking mit einem geringfügigen Sponsoring, das je nach der Größe und der Art ihrer Einrichtung individuell vereinbart wird.

Statements aus der letzten HOLA-Runde

Quelle: MFG Baden-Württemberg

Mehr Infos:

HOLA für Challenge-Geber 
HOLA Design Thinking 

Ansprechpartner

Dr. Andrea Buchholz
Dr. Andrea Buchholz

Leiterin Projektteam Talent- und Forschungsförderung

Unit Kultur- und Kreativwirtschaft

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