E-Book-Markt wächst nicht

E-Books bieten viele Vorteile, finden jedoch nach einer Studie des Digitalverbands Bitkom kaum neue Nutzer*innen

Frau hält E-Book
Ob beruflich oder privat, der E-Reader ist das beliebteste Ausgabegerät für E-Books | Bild: Unsplash

Das digitale Bücherregal ist bei vielen Menschen beliebt, findet aber kaum neue Nutzer*innen. Jede*r Vierte greift hierzulande zum E-Book. Damit bleibt der Anteil der E-Book-Leserschaft auf dem Niveau der Vorjahre. Bereits im Jahr 2014 waren es 24 Prozent. Gedruckte Bücher lesen hingegen acht von zehn Bundesbürger*innen zumindest hin und wieder. Jede*r Sechste liest weder gedruckte Bücher noch E-Books. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Vor allem Jüngere lesen digital

„E-Books haben echte Fans, es kommen aber keine neuen hinzu“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Für viele Leserinnen und Leser haben digitale Bücher einen Mehrwert geschaffen, ersetzen damit aber kaum gedruckte Titel.“ Immerhin: Etwas mehr als ein Drittel derjenigen, die bisher keine E-Books lesen, kann sich vorstellen, dies künftig zu tun.

Beliebtestes Ausgabegerät für E-Books ist der E-Reader, gut drei Viertel der Nutzer*innen lesen damit privat oder beruflich. Jede*r Zweite liest inzwischen über das Smartphone, gefolgt von Tablet-Computer, Laptop und stationärem PC. Vor allem Jüngere lesen digitale Bücher: 47 Prozent der 16- bis 29-Jährigen nutzen E-Books. Unter den 30- bis 49-Jährigen sowie den 50- bis 64-Jährigen sind es jeweils 26 Prozent. In der Altersgruppe ab 65 Jahren liegt der Anteil der E-Book-Nutzer*innen bei zehn Prozent.

Jederzeit und schnell verfügbar

Ein E-Book bietet viele Vorteile: einstellbare Schriftgrößen, integrierte Wörterbücher, die Suchfunktion für markierte Textstellen - und nicht zuletzt ein geringerer Ressourcenverbrauch. Außerdem sparen sie Gewicht und Platz. Größter Vorteil ist aber, dass die digitalen Bücher jederzeit zur Verfügung stehen. 85 Prozent der E-Book-Nutzer*innen geben dies an. Für 76 Prozent ist es der schnelle Bezug von neuem Lesestoff. Platz zu sparen ist für 72 Prozent der Grund für E-Books. Für ähnlich viele ist das geringe Gewicht ausschlaggebend, 42 Prozent setzen auf Funktionen wie Übersetzen, Notizenmachen oder Markieren.

Ermäßigte Mehrwertsteuer für E-Books

In diesem Sommer hat die Bundesregierung den Weg für eine ermäßigte Mehrwertsteuer unter anderem auch für E-Books frei gemacht. „Mit der ermäßigten Mehrwertsteuer stellt die Bundesregierung E-Books den gedruckten Büchern gleich“, so Berg. „Es bleibt abzuwarten, ob E-Books dadurch dann auch mehr Leser finden."

Quelle: Bitkom

Mehr Infos:

Kein Wachstum im E-Book-Markt
Digitalverband Bitkom

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