Das Spiel mit den virtuellen Welten

VR TRIBES ist ein etwas anderes VR Game – da es bei dem Game um das Miteinander und auch das Gegeneinander geht und alles aus zwei Verschiedenen Ansichten.

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Ein Teil des VR TRIBES Teams. Von links: Florian Denning, David Conde und Waldemar Schmidt | Bild: VR TRIBES

Welche Geschäftsmodelle eignen sich für virtuelle Welten? Wie kann man auf AR-Ideen ein Business aufbauen? Während virtuelle Technologien immer ausgereifter werden, sind viele unternehmerische Fragen noch offen. Deswegen unterstützt die Talentförderinitiative VR NOW Alumni und Professionals dabei, ihre innovativen VR/AR/XR-Projektideen zu präsentationsfähigen Prototypen weiterzuentwickeln.

VR NOW ist eine Initiative des Animationsinstituts der Filmakademie Baden-Württemberg in Partnerschaft mit der MFG Baden-Württemberg und wird finanziert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Die MFG unterstützt die Teams mit einem unternehmerischen Qualifizierungsprogramm. Die Bewerbungsfrist für die nächste Runde VR NOW endet am 1. Dezember 2019.

VR Tribes aus Freiburg sind in der aktuellen Runde mit dabei. Seit knapp einem Jahr feilen sie an ihrem Projekt und werden ihren Stand am 6. November beim VR Experience Day in Ludwigsburg präsentieren. Die Idee hatte Florian Denning, zum siebenköpfigen Team gehören Florian Denning als Game Engineer, Waldemar Schmidt als Technical Director und David Conde als Art Director. Producerin ist Ania Berger. Außerdem ist Alexander Gamm als Character Concept Artist ist dabei, Tobias Pinegger als Environment Concept Artist und Cornelius Link als Sounddesigner und Komponist.

VR Tribes im Interview

Die MFG-Redaktion hat der Producerin Ania Berger ein paar Fragen gestellt:

Was steckt hinter dem Projekt VR Tribes?

VR Tribes ist ein asymmetrisches VR-Multiplayer-Spiel, bei dem drei Spieler gegen einen VR-Spieler antreten. Drei Völker einer Insel schließen sich zusammen, um ihre Welt gegen ein riesiges, mysteriöses Wesen zu verteidigen.

Was unterscheidet euer Spiel von „gängigen“ Games?

VR TRIBES ist ein etwas anderes VR Game, bei dem alles in zwei verschiedenen Ansichten abläuft. Drei Spieler spielen über zwischenmenschliche Kommunikation, nur der vierte Spieler spielt in VR. Das heißt, bei unserem Game steht die Interaktion im Vordergrund, es geht es vor allem um das Miteinander – und natürlich auch das Gegeneinander.

Was ist innovativ an eurem Einsatz virtueller Technologien?

Die Verknüpfung von zwei Welten – der VR-Welt und der „herkömmlichen“ Gaming-Welt.

Was ist im Qualifizierungsprogramm passiert?

Ganz schön viel! Die erste Hälfte der Zeit haben wir mit unseren Mentoren in die Konzeption investiert und an unserer ursprünglichen Idee gefeilt. Danach ging es direkt an die Umsetzung des Prototypen mit angestrebter Businessplanung. Dabei haben wir uns zum Beispiel mit der Geschäftsmodellentwicklung und  Finanzierungsfragen beschäftigt. Ein Business Model Canvas auszufüllen war eine Herausforderung, hat aber unseren Blick auf die Welt da draußen gelenkt, für wir letztendlich das Spiel entwickeln.

Fordert es euren unternehmerischen Blick heraus?

Ja total! Zu Beginn hatten wir einfach nur viele Ideen – wir sind keine Businesspeople, das ist uns klar geworden. Am passenden unternehmerischen Konzept arbeiten wir.

Bringt euch das Coaching auf neue Wege?

Wir werden in allen Bereichen auf dem Weg zu einem fertigen Game beraten. Das inhaltliche Feedback trägt viel zur Qualität des Games bei und die Business-Coachings helfen uns, uns darauf vorzubereiten, was wir nach der Fertigstellung alles erreichen können und vor allem wie. Im Laufe des Jahres haben wir die Stoßrichtung unserer Idee ziemlich verändert, sind von einem geselligen Spiel zu den VR TRIBES gekommen.

Was genau präsentiert ihr beim VR Experience Day am 6. November?

Beim VR Experience Day kann man den Prototypen unseres Games VR TRIBES und einen Teil unserer Installation kennenlernen und ausprobieren.

Glaubt ihr, das Virtual Reality die Zukunft gehört?

Zum Teil, denn Augmented Reality wird in der Zukunft sicherlich ebenso eine Rolle spielen. Jede Technik wird ihren Einsatzbereich finden. Aber das hier auszuführen, denken wir, würde die Seite sprengen. Wir sind gespannt wie sich die Technik und Leistungen der Geräte noch weiterentwickeln.

Habt ihr Tipps für die Bewerber*innen in der nächsten Runde?

Eine Idee präsentieren, an der man selbst viel Spaß hat. Dann fällt es leichter, bei der Stange zu bleiben. Auch das passende Team ist wichtig. Wenn man zusammen Spaß hat, kommt man auch mit den Coaches besser voran. 

Und wie geht’s jetzt bei euch weiter?

Wir werden weiterhin zusammen an dem Game sowie an anderen Projekten arbeiten. Hauptsächlich weiter im Bereich der 3d Grafik, ob es sich dabei nun um ein Game, Film oder Werbung handelt, lassen wir auf uns zukommen.

VR zum Anfassen

Was mit VR alles möglich ist, erfahren Interessierte beim VR Experience Day an der Filmakademie Baden-Württemberg. Am 6. November zeigen die geförderten Teams im Albrecht-Ade-Studio ihre aktuellen Projekte und geben Einblick in die Möglichkeiten virtueller Welten. Internationale Branchenexpert*innen und die VR NOW-Verantwortlichen stehen für Austausch und Fragen zur Bewerbung zur Verfügung. Bewerbungsschluss für die nächste Runde VR NOW ist der 1. Dezember 2019.

Interview: Ines Goldberg

Mehr Infos:

VR Experience Day
VR NOW

Kontakt

Dr. Andrea Buchholz
Dr. Andrea Buchholz

Leiterin Projektteam Talent- und Forschungsförderung

Unit Kultur- und Kreativwirtschaft

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