Begleitung im Förderdschungel

Im Kurzinterview gibt Iris Harr Tipps rund um die Bewerbung beim Digital Content Funding. Die nächste Frist im Games-Förderprogramm der MFG Baden-Württemberg endet am 15. Januar 2020

Iris Harr mit DCF Flyern und MFG Löwe
Iris Harr erklärt im Interview, auf was bei der Einreichung im Digital Content Funding geachtet werden sollte | Bild: MFG Baden-Württemberg

Die richtige Idee ist da, um ein neues Game oder eine neue VR-Anwendung zu entwickeln, nur die nötige finanzielle Unterstützung fehlt, um das Projekt umzusetzen? Die MFG Baden-Württemberg hilft weiter. Mit dem Digital Content Funding (DCF), ihrem finanziellen Förderprogramm für Games, Apps, Mobile, Virtual und Augmented Reality, unterstützt sie Unternehmen aus ganz Baden-Württemberg.  

Bis 15. Januar 2020 haben Entwickler*innen die Möglichkeit, ihre Anträge für Fördersummen bis 200.000 Euro einzureichen. Wer kann das genau machen? Wie funktioniert das? Das weiß Iris Harr, DCF-Ansprechpartnerin bei der MFG Baden-Württemberg. Seit fünf Jahren berät sie Games-Entwickler*innen zur Games-Förderung in Baden-Württemberg. Im Interview erzählt sie, wie der Weg zur Förderung aussieht.

Iris, was gibt es Neues im Bereich Digital Content Funding?

Wir haben ganz frisch die Antragsformulare neu aufgesetzt. Wir hoffen, so übersichtlicher darzustellen, was wir bzw. die Juroren über das eingereichte Projekt wissen möchten. Daher an alle, die zum 15.Januar einreichen wollen: schaut auf unsere Website. Da gibt es einiges, das bei der Antragstellung hilfreich sein kann.

Was wirst du immer wieder gefragt?

Ist das eine deminimis-Förderung? – Nein :-)

(eine unbürokratische europäische Förderung, Anm. d. Red)

Wer kann sich fördern lassen?

Alle, die ein spannendes Game haben. Man muss nicht unbedingt Entwickler*in sein. Aber man sollte die richtigen Leute im Boot haben, die einem bei der Umsetzung helfen.

Gibt es etwas, worauf man beim Einreichen besonders achten sollte?

Man sollte das Game klar erklären und nicht einfach ähnliche Beispiele nennen und meinen, damit sei alles gesagt. Das geht nach hinten los. Trotzdem sind Beispiele natürlich hilfreich.

Wie kannst du den Antragsteller*innen weiterhelfen?

Ich hoffe, ihnen die Angst vor dem großen Berg „Antragstellung“ nehmen zu können. Ich versuche, im Gespräch herauszufinden, an welcher Stelle des Projekts sie sich befinden, um so die richtige Förderung zuzuordnen. Bei unserem obligatorischen Antragsgespräch spreche ich natürlich auch alle Fragen mit ihnen durch, weshalb es sehr wichtig ist, dass man sich im Vorfeld bereits mit den Unterlagen befasst. Da wird dann ganz schnell klar, an welchen Stellen man nicht weiter kommt und wo ich helfen kann.

Deine drei wichtigsten Tipps?

Lest die Unterlagen genau durch und schreibt eure Fragen auf.

Gebt die Projektbeschreibung jemandem außerhalb eures Teams zum Durchlesen– und nicht nur denen, die das Spiel bereits in- und auswendig kennen

Sprecht mit Entwickler*innen, die den Prozess bereits durchlaufen haben.                             

Interview: Jana Bulling 

Mehr Infos: 

Digital Content Funding (DCF)  

Kontakt
Iris Harr
Iris Harr

Projektmanagerin Games BW

Unit Kultur- und Kreativwirtschaft

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