Internationales Trickfilm-Festival Stuttgart (ITFS): Die ersten Auszeichnungen sind vergeben!

Der vom Animation Media Cluster Region Stuttgart (AMCRS) gestiftete Preis für das beste Drehbuch für einen Animationsfilm geht an „Dino Mite/Minus Drei und die verlorene Stadt“ der Autoren Armin Prediger und Andreas Völlinger

AMCRS-Drehbuch-Preis für einen Animationsfilm: Preisübergabe: Andreas Völliger – Armin Prediger – Stefanie Larson – Silke Wilfinger_(Gründerin von SilkWayFilms, München)
AMCRS-gestifteter Drehbuch-Preis für einen Animationsfilm, von links nach rechts: die Preisträger Andreas Völliger und Armin Prediger mit Stefanie Larson (AMCRS) und Jurymitglied Silke Wilfinger (Gründerin von SilkWayFilms, München) | © Reiner Pfisterer

Die Autoren Armin Prediger und Andreas Völlinger dürfen sich über 2.500 € freuen! (Produktion: Holger Weiss und Dominique Schuchmann, M.A.R.K.13 – COM, Stuttgart, Björn Magsig und Sandra Schießl, TRIKK 17, Hamburg). Entschieden hat die fünfköpfige Fachjury: Peter Keydel (Producer Mago Production, Barcelona), Holger Weiss (Founder & CEO of M.A.R.K.13 Group, Stuttgart), Silke Wilfinger (Founder of SilkWayFilms, München), Emely Christians (Producer & CEO of Ulysses Filmproduktion, Hamburg) und Tania Pinto de Cunha (President and Director of Int. Sales and Aquisitions, Pink Parrot Media, Madrid).

zur Jury-Begründung

Kurzweilige Eröffnungsfeier mit Highlights aus den Wettbewerben

Am Dienstag abend, 3. Mai, wurde das ITFS mit MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen und anderen Ehrengästen feierlich eröffnet. Die Festivalleiter Prof. Ulrich Wegenast (Künstlerischer Geschäftsführer) und Dieter Krauß (Kaufmännischer Geschäftsführer) und ihr Team boten dem Stuttgarter Publikum und den zahlreichen internationalen Gästen einen kurzweiligen Querschnitt durch das diesjährige Wettbewerbsprogramm. Einige Regisseurinnen und Regisseure der präsentierten Beiträge waren persönlich zu Gast und erläuterten, was sie zu den Kurzfilmen inspiriert hat, darunter die französischen Animationskünstler François Chalet, der den diesjährigen Trailer zum Trickfilmfestival gestaltete, und Suki („Mondo Domino“) sowie ihre ukrainische Kollegin Anna Dudko („Deep Water“).

Schwerpunkt ukrainische Animationsfilme

Einen bewegenden Auftritt absolvierte Michael Margulis, Geschäftsführer des Studios für Animationsfilm KAPI in Kiew, der von der verheerenden Situation in der ukrainischen Hauptstadt sprach, sich bei den Organisatoren für die Auswahl des ukrainischen Kurzfilmprogramms bedankte. Margulis unterstütze die Entscheidung der Kuratoren, diesmal keine russischen Wettbewerbsbeiträge aufzuführen – die allen Beteiligten nicht leicht gefallen war – und wies darauf hin, dass die staatlichen Fördergelder für künstlerische Arbeiten leider auch zu Propagandazwecken genutzt würden.

MFG "treuer Partner" des ITFS

Die Organisatoren dankten den Sponsoren und Partnern des ITFS, zu denen auch in diesem Jahr in herausragender Weise wieder die MFG zählt, die vier dotierte Preise auf dem Festival stiftet. MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen erläuterte auf der Bühne, wie schwer die Corona-Pandemie in ökonomischer Hinsicht vor allem die Kinobetriebe getroffen hat. Er äußerte sich optimistisch, dass die Kinos ihr Publikum zukünftig wieder in größerer Zahl werden anlocken können – wenngleich niemand genau vorhersagen könne, wie genau die Entwicklung verlaufen werde.

ITFS sorgt für viel Belebung in der Stuttgarter Innenstadt

Immerhin Hunderte von Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, die ersten Open Air-Vorstellungen auf dem Schlossplatz anzuschauen, die parallel zur Eröffnungsfeier im Gloria stattfanden.

Das Festival findet nach zwei Corona-bedingten Online-Ausgaben in diesem Jahr in hybrider Form statt, also an diversen Spielorten in Stuttgart, als auch digital in der ITFS-Mediathek (bis 15. Mai). Unter dem Motto „Black is Back!“ decken die zwölf verschiedenen Wettbewerbe nicht nur den klassischen Animationsfilm, sondern auch die Schnittstellen zu immersiven und virtuellen Medienformaten und zu den Bereichen Visual Effects, Architektur, Kunst, Design, Musik und Games ab.

MFG vergibt vier dotierte Preise

In diesem Jahr wurde die neue Rekordzahl von 2028 animierten Filmen für die Wettbewerbe eingereicht (ITFS 2021: 1981). Insgesamt werden 65.000 Euro Preisgeld für verschiedene Preise gestiftet, über die hochkarätige internationale Fachjurys entscheiden. Dazu zählt neben dem bereits genannten Preis für ein Animationsfilm-Drehbuch der von der MFG gestiftete Lotte Reiniger-Förderpreis für Animationsfilm, der den besten Abschlussfilm einer Filmschule auszeichnet und mit 10.000 Euro dotiert ist. (Verleihung am Sonntag, den 8. Mai 2022)

Ein weiterer Nachwuchspreis ist die Auszeichnung für den besten Studentenfilm (Young Animation Award), die von der MFG zusammen mit der LFK Landesanstalt für Kommunikation mit einem Preisgeld von 2.500 Euro ausgestattet ist. Außerdem stiftet die MFG Kreativ wieder den Animated Games Award Germany 2022 für das überzeugendste und innovativste animationsbasierte Computerspiel aus Deutschland, der mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 € dotiert ist. Auch hier fiel die Entscheidung am Mittwoch, den 4. Mai: Die Fachjury entschied sich für das Spiel „Minute of Islands" der Ludwigsburger Games-Schmiede Studio Fizbin. Die Entwickler des  Story-getriebenen Puzzle-Plattformers im klassischen Comicstil erhalten 5.000 Euro.

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Quellen: ITFS, MFG

 

Mehr Infos …

Internationales Trickfilm-Festival Stuttgart (mit Ticketshop)

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Website FMX

Website APD

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