CREATE FOR CULTURE stärkt Digitalkompetenz von Vereinen und Kultureinrichtungen im Ländlichen Raum

An insgesamt 36 Workshops haben über 300 Personen teilgenommen. Bei der Abschlussveranstaltung des Modellprojekts in Calw traten Expert*innen mit den Gästen in den Dialog.

Frau im Publikum hebt ihre Hand für eine Frage.
Diskussion mit Expert*innen und anderen Teilnehmenden in der Kultur-Apotheke Calw: Wie stellen Vereine und Kultureinrichtungen im Ländlichen Raum sich gut für die Zukunft auf? | Foto: MFG Baden-Württemberg / Manuel Kamuf

Welche neuen Kompetenzen brauchen Kultureinrichtungen und Vereine der Breitenkultur im Ländlichen Raum? Wie können sie Menschen erreichen und sich gut für die Zukunft aufstellen?

Um diese Fragen ging es bei der Abschlussveranstaltung des Modellprojekts CREATE FOR CULTURE – Digitale Kompetenz im Ländlichen Raum stärken am 10. April 2024 in der Kultur-Apotheke in Calw. Eindrücke von der Veranstaltung haben wir in einem Album veröffentlicht. Von Juni bis Dezember 2023 bot die MFG Baden-Württemberg im Rahmen des Projekts 36 kostenfreie Workshops für Vereine und Kultureinrichtungen im Ländlichen Raum an. Die Teilnehmer*innen konnten dadurch ihr digitales Know-How steigern und das neue Wissen in ihre Organisationen weitertragen.

Nachhaltiger Impuls gesetzt

"Kunst und Kultur im Ländlichen Raum stiften Heimat und Identität. Als kulturelles Herzstück sind Kultureinrichtungen und Vereine der Breitenkultur wie Musikvereine, Orchester, Chöre, Museen, Narrenzünfte und Theater im Ländlichen Raum unverzichtbar", sagte Minister Peter Hauk vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, das CREATE FOR CULTURE förderte. "Doch ohne das immense Engagement der Mitglieder würde es viele dieser Vereine und Einrichtungen heute nicht mehr geben. Mit dem Projekt CREATE FOR CULTURE haben wir einen nachhaltigen Impuls gegeben und Kultureinrichtungen sowie Vereine der Breitenkultur unterstützt."

Teilnehmer*innen geben positives Feedback

Minister Peter Hauk diskutierte mit Samira Golderer (Landesmusikverband Baden-Württemberg, Weiterbildung EMA), Antje Kochendörfer (Regionalmangerin Kultur im Landkreis Reutlingen) und Ralf Recklies (Vorsitzender von StadtLandKultur und Hausherr der Kultur-Apotheke Calw), welche Bedarfe Vereine und Kultureinrichtungen in ländlichen Räumen Baden-Württembergs haben und wie sie im digitalen Zeitalter Mitglieder gewinnen und halten können.

Verena Bächle, als Projektleiterin bei der MFG Baden-Württemberg für CREATE FOR CULTURE zuständig, stellte die Erfolge und Meilensteine des Projekts vor und fasste das insgesamt sehr positive Feedback der Teilnehmenden zusammen. Im Anschluss an das Bühnenprogramm konnten die Teilnehmenden sich bei Häppchen und Getränken mit den Expert*innen und untereinander austauschen.

Warum CREATE FOR CULTURE?

Viele Kultureinrichtungen im Ländlichen Raum haben seit einiger Zeit mit einem Schwund an Publikum, Mitgliedern und ehrenamtlich Tätigen zu kämpfen. Dieser Trend wurde durch die Corona-Pandemie noch verstärkt. Viele Vereinsmitgliedschaften wurden aufgekündigt, nur wenige neue Mitglieder kommen hinzu. "Mit der Vermittlung von umfangreichem Wissen durch Expertinnen und Experten wurden Einrichtungen und Vereine im Rahmen von CREATE FOR CULTURE in ihrer Digitalkompetenz gefördert. Durch den proaktiven Ansatz sollen Publikum, Mitglieder und Ehrenamtliche zurück- sowie neugewonnen werden", erklärte Minister Peter Hauk.

Umfangreiches Weiterbildungsangebot

Kulturelle Einrichtungen und Vereine müssen ihre Strukturen und Arbeitsweisen mit Blick auf künftige Anforderungen weiterentwickeln und sollten bei diesem Prozess begleitet werden. Vor diesem Hintergrund entstand das umfangreiche, vom Kabinettsausschuss Ländlicher Raum geförderte Weiterbildungsangebot, das von der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg konzipiert und durchgeführt wurde. Im Rahmen von Workshops und daran anschließenden Beratungen konnten Teilnehmer*innen ihre digitalen Kompetenzen ausbauen. In fünf Modulen wurden Themen von Bild- und Datenschutzrechten, über Soziale Medien bis hin zur Gestaltung einer eigenen Website behandelt.

36 Workshops mit 300 Teilnehmer*innen

"Wir legen viel Wert darauf, dass sich die Maßnahmen des Kabinettsausschusses an den Bedarfen und der Lebensrealität im Ländlichen Raum orientieren. Die große Nachfrage nach dem Angebot macht den Bedarf an Wissen und Kompetenzen in der digitalen Kommunikation von Kultureinrichtungen und Vereinen im Ländlichen Raum deutlich: An den insgesamt 36 Workshops haben über 300 Personen teilgenommen", betonte Minister Hauk.

Das Modellprojekt wurde gefördert durch das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg aus Mitteln des Kabinettsausschusses Ländlicher Raum und dank Unterstützung der interministeriellen Arbeitsgruppe Kultur unter Federführung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Quelle: Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg / MFG Baden-Württemberg
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