Sieben grenzüberschreitende Projekte für den CinEuro-Preis 2024 nominiert

Auch der geplante Spielfilm „Schweizer Kühe“ vom Film- und Fernseh-Labor (FFL) in Ludwigsburg hat Chancen.

Robert Gehring (MFG Unit-Leiter Filmförderung), Marie-Sophie Volkenner und Murielle Famy von der Kulturabteilung der nordfranzösischen Region Grand Ést verkünden in Cannes die Nominierungen für den CinEuro-Preis 2024 (v.li.n.re.). | CinEuro, Alban Pinchon

Beim traditionellen „Meet & Greet“ der CinEuro-Partner bei den 77. Internationalen Filmfestspielen in Cannes wurde bekannt gegeben, welche Filmprojekte für den CinEuro-Preis nominiert sind. Dieser Preis ist eine grenzüberschreitende Initiative, die letztes Jahr von verschiedenen CinEuro-Partnern ins Leben gerufen wurde. Initiatoren sind neben der MFG Filmförderung die nordfranzösische Région Grand Est, Film Fund Luxembourg, Saarland Medien GmbH, das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz, Wallimage, screen.brussels, Wallonie-Bruxelles International, das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und erstmals die Eurometropole Straßburg.

Ziel ist es, die Entstehung von Projekten zu unterstützen, die die Verbindungen zwischen mehreren Partnerregionen durch spezielle Themen, Charaktere oder Orte beleuchten. Obwohl die beiden Weltkriege und die industrielle Vergangenheit offensichtliche Verbindungspunkte darstellen, zeigt die Vielfalt der von diesen Finalisten präsentierten Geschichten, dass es noch viele weitere und weitgehend unerforschte narrative Schätze gibt.

Die aus den Einreichungen ausgewählten Finalisten, d.h. die jeweiligen Drehbuchautor*innen, Produzent*innen sowie die Regisseurinnen oder Regisseure werden ihre Projekte am 3. Juli beim internationalen Koproduktionstreffen Forum Alentours in Straßburg (2.-4.7.) der Jury und weiteren akkreditierten Teilnehmer*innen vorstellen. Noch am selben Tag wird die internationale Fachjury die Preisträger auswählen, deren Namen bei dem anschließenden Empfang beim Sender ARTE bekannt gegeben werden.

Der Preis für fiktionale Stoffe ist mit 30.000 Euro, der Preis für dokumentarische Formate mit 15.000 Euro dotiert.

Im letzten Jahr zeichnete der CinEuro-Preis die Projekte 'A main levée' (‚Auf Handzeichen‘) von Noha Choukrallah (Fiktion) und 'Le dernier soin' (‚Der letzte Atem‘) von Nicolas Gayraud (Dokumentarfilm) aus. Das erste Projekt beleuchtet aus einer individuellen familiären Perspektive eine drängende Herausforderung Europas: die Landwirtschaft zwischen Brüssel, Luxemburg und dem Großraum des östlichen Frankreichs. Das zweite Projekt richtet den Blick auf die rechtlichen und ethischen Grenzen einer Grenzwechsels, dessen Motivation aus den unterschiedlichen, national geltenden Regelungen zur Sterbehilfe hervorgeht.

Der Projektaufruf für den CinEuro-Preis 2025 wird Ende des Jahres geöffnet. Europäische Produktionsfirmen, die ein Projekt entwickeln, das in den Regionen des CinEuro-Preises verankert ist und eine grenzüberschreitende Dimension aufweist, sind eingeladen, sich auf cineuro.eu zu bewerben.

 

Quelle: MFG, CinEuro

Mehr Infos:

cineuro.eu

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