Das Indische Filmfestival Stuttgart ist Europas größtes indisches Filmfestival. Seit 2004 wird es jährlich fünf Tage lang im Juli vom Filmbüro Baden-Württemberg veranstaltet. Dieses Jahr findet vom 23. - 27. Juli 2025 die 22. Ausgabe statt. In den 5 Tagen werden 71 Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme aus Indien präsentiert, die sowohl von erfahrenen als auch von neu aufstrebenden Filmschaffenden aus der Independent Filmszene stammen - wie zum Beispiel im Eröffnungsfilm “Superboys of Malegaon” von Reema Kagti (Details siehe unten).
Die Filmreihe ‚Cinema Futuro‘ im Cinema (Innenstadtkinos) macht mit einem Warm-up am 14. Juli den Auftakt. Direkt vor dem Stuttgart-Pride-Wochenende präsentiert das Festival am Freitag, 25. Juli, ein Special mit queeren Filmen Made in India. Das Linden-Museum Stuttgart, die International Class (ICLA) der Filmakademie Baden-Württemberg und das Generationenhaus in Heslach machen bei exklusiven Vorstellungen mit Nachbesprechung mit. Das Theater am Faden bringt indische Live-Musik. Zwei Festival-Klassiker fehlen natürlich nicht im Programm: Am Sonntag, 27. Juli, 15 Uhr, gehört der Kinosaal der ganzen Familie: Die charmante Komödie ‚Outhouse‘, in der ein kleiner Hund alles auf den Kopf stellt, wird von der Schauspielerin Juliane Bacher live auf Deutsch eingesprochen. FSK-Altersfreigabe: ab 6 Jahren.
Wieder Verleihung der Filmpreise ‘German Star Of India’
Bis zum Finale, der Verleihung der begehrten Filmpreise ‚German Star of India‘ im Gesamtwert von 3.000 Euro, bieten insgesamt 71 aktuelle Filmproduktionen aus allen indischen Filmregionen (darunter 22 Spiel-, 24 Kurz- und 20 Dokumentarfilme) die einmalige Chance, in neue mitreißende Geschichten der indischen Filmkultur einzutauchen. Die Filme werden in Originalfassung mit Untertiteln gezeigt. Bei zwölf Filmen haben Frauen Regie geführt, davon ein Spiel-, sieben Dokumentar- und vier Kurzfilme. Die Nominierungen: Spielfilme; ‚We Are Faheem & Karun’ von Onir (Europapremiere), ‚Pyre‘ von Vinod Kapri (Deutschlandpremiere), ‚ABEER‘ von Akash Vishnu Shinde (Weltpremiere), ‚Soch – A Perception‘ von Ravi Gautam (Europapremiere), ‚Bibo Binanao - My Three Sisters’ von Kenny Deori Basumatary (Internationale Premiere) und ‚Superboys of Malegaon’ von Reema Kagti.
Mit einem Film-Mix, so herzerwärmend und intensiv wie Masala, macht Europas größtes indisches Filmfestival die Landeshauptstadt Stuttgart zum indischen Movie-Spot, betonen die Veranstalter, das Filmbüro Baden-Württemberg.
Der Programmleiter Oliver Mahn - seit nunmehr 25 Jahren Festivalchef - sagt zum Programm, es "bietet viele Einblicke in zeitgenössische indische Kultur und Gesellschaft. Dabei wird deutlich, dass sich Indien verändert und Herausforderungen, die wir gut kennen, hervortreten. Als Beispiel sei die Ausweitung des Radius des familiären Zusammenlebens vor Augen geführt und damit verbunden die Frage: wer kümmert sich um ältere, hilfsbedürftige Familienmitglieder, wenn
die Kinder nicht vor Ort sind oder berufsbedingt wenig Zeit haben“, so Oliver Mahn.



