CinEuro-Preise 2025 gehen an die Projekte "BruxLeaks" (Fiktion) und "Royal Beauty" (Dokumentarfilm)

Maze Pictures aus München ist deutscher Koproduzent bei der Thrillerserie "BruxLeaks".

Die Gewinnerteams der CinEuro-Kometen mit der internationalen Jury bei der Preisverleihung im Kultursender ARTE in Straßburg am 2. Juli 2025. | © Stadler/Région Grand Est
Regisseur und Drehbuchautor Stéphane Maladrin (2.v. links) mit seinem französischen Produzenten André Logie (links) und Regisseurin Claudia Marschal und ihr Produzent Pierre-Olivier Bardet (rechts) mit den CinEuro-Kometen bei der Preisverleihung im Kultursender ARTE in STraßburg. | © Stadler/Région Grand Est
MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen begrüßt die Gäste bei der CinEuro-Preisverleihung im Kultursender ARTE in Straßburg | © Stadler/Région Grand Est
| Straßburg

Am Mittwoch, den 2. Juli, fand im Beisein von Vertreter*innen der diversen Projektpartner der CinEuro-Gruppe in den Räumlichkeiten des Kultursenders ARTE in Straßburg die Verleihung des CinEuro-Preises am Rande des „Forum Alentours – Rheinisches Koproduktionstreffen" statt. Diese 20. Ausgabe, reich an Fachgesprächen und Projekt-Präsentationen, brachte fast 350 Akkreditierte aus den Bereichen Film, Audiovisuelles und Neue Medien zusammen und bestätigte die gestiegene Bedeutung als paneuropäisches Fachtreffen. 

Die prestigeträchtige Auszeichnung „CinEuro-Komet“, die zum dritten Mal in Folge vergeben wurde, soll sich entwickelnde Koproduktionsprojekte unterstützen, die sich mit den kulturellen, sozialen und historischen Verbindungen zwischen den Partnergebieten in den Drehbüchern beschäftigen. 

Von den mehreren Dutzend Einreichungen erfüllten 15 Skripte, Treatments und Drehbücher die Voraussetzungen, darunter auch fünf Dokumentarfilme, davon wiederum ein Animationsfilm. Fast alle 15 zur Auswahl stehenden Projekte wiesen attraktive Themen, Einzelaspekte und Charaktere auf, sodass die Fachjury bei beiden Treffen einiges zu diskutieren hatte. Es kam kaum Projekte, die von den Jurymitgliedern klar abgelehnt wurden. 

Die Jury bestand wieder aus Vertreter*innen der Förder- und Kulturinstitutionen der beteiligten Regionen bestand wie z.B. der MFG, Film Fund Luxembourg, Wallimage oder screen bussels, die sich trotz der vielen potentiellen Favoriten unter den ausgewählten Einreichungen nach der zweiten Abstimmungsrunde im Anschluss an die Pitchings in Straßburg relativ schnell auf eine Handvoll Kandidaten einigen konnte. Dafür musste diesmal aber in jeder Kategorie (Fiktion, Dokumentarisches) über drei bis vier sehr relevante Projekte mit jeweils überzeugenden Ambitionen und klarer Substanz abgestimmt werden. Die Entscheidungen fielen also enger aus als in den drei Vorjahren.  

Nach den Pitches entscheid sich die Jury unmittelbar danach aus den acht Finalisten (drei Dokumentarfilme und fünf Spielfilme) für folgende beiden Gewinnerprojekte:

Kategorie Dokumentarfilm

“Royal Beauty” von Claudia Marschal

Produziert von Idéal Audience Group (Frankreich) und koproduziert von Mira Film Basel (Schweiz).

Dieser sensible und mutige Dokumentarfilm, der den Lebensweg einer jungen Frau, die im Dreiländer-Eck in Basel lebt, über mehrere Jahre begleitet hat, wurde mit einem Preis in Höhe von 10.000 Euro ausgezeichnet.

Synopsis: Die Regisseurin Claudia Marschal hat ihre Protagonistin Matilda gefilmt, seit sie geboren wurde. Sie ist jetzt 20 und lebt immer noch mit ihrer Familie in Saint-Louis, nur einen Steinwurf von der Schweizer Grenze entfernt. Sie hat drei Leidenschaften: Schönheit, ihren BMW und Reisen. 
Seit einiger Zeit arbeitet Matilda als Kosmetikerin in einem bekannten Spa in Basel, wo sie sehr gut verdient. Später möchte sie ihr eigenes Unternehmen gründen und irgendwo in der Sonne leben, aber Matilda weiß, dass in ihrer Familie vom Balkan, die traditionelle Vorstellungen hat, die Unabhängigkeit ihren Preis hat...

 

Kategorie Fiktion

“BruxLeaks” – Serie von Stéphane Maladrin (6 Episoden à 52 Minuten)

Produziert von Panache Production (Belgien), in Koproduktion mit Will Production (Frankreich), CinéTévé (Frankreich) und Maze Pictures (Deutschland).

Dieser politische Thriller, der in der europäischen Gegenwart spielt und von Angriffen auf die europäischen Demokratien erzählt, erhält einen Preis von 20.000 Euro.

Synopsis: Während eine Welle mysteriöser Attentate Deutschland und Frankreich erschüttert, die Extreme radikalisiert und Demokratien polarisiert, nimmt Anna Messina, eine junge Youtuberin mit einem offenen Mundwerk und einem vernichtenden Humor, einen Nebenjob bei einem Caterer an, der mit der Aufgabe betraut ist, das Europäische Parlament zu versorgen. Mit der Hilfe von Alex, einem Studenten der Science-po, der gerade sein Praktikum im Parlament absolviert, stellt sie Videos ein, die die Institution erschüttern, während die bevorstehenden Europawahlen den Austritt mehrerer Pro-Brexit-Länder aus der Eurozone bedeuten könnten. In Paris wird Karim Benaïssa vom französischen Auslandsgeheimdienst DGSE von der unnachgiebigen Innenministerin Isabelle Magnant damit beauftragt, Europa friedliche Wahlen zu garantieren. Anna und Alex decken jedoch ein System auf, bei dem europäische Strukturfonds für eine vom Kreml inszenierte Cybermanipulation der öffentlichen Meinung missbraucht werden. Ihr Weg wird sich mit dem von Karim Benaïssa kreuzen.
Wird Europa diese Enthüllungen überleben?

Die Trophäen “CinEuro-Komet”, die den Preisträger*innen überreicht werden, sind originale Glasarbeiten, die von Marie Flambard geschaffen wurden. Sie ist eine Künstlerin, die am Europäischen Zentrum für Forschung und Ausbildung im Glashandwerk (CERFAV) ausgebildet wurde und in Nancy lebt.

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