Beim größten Publikumsfilmfest Deutschlands neben der Berlinale, dem Festival für deutschen Film in Ludwigshafen am Rhein, hat die MFG-geförderte Filmbiografie über den legendären Stuttgarter Ballettchef der 70er Jahre, “Cranko” den Publikumspreis gewonnen. Regisseur Joachim A. Lang und Ko-Produzentin Sandra Maria Dujmovic (SWR) nahmen den Preis persönlich entgegen. Der Arthaus-Erfolg des Jahres 2024, der rund 200.000 Zuschauer*innen in die deutschen Kinos lockte, ist inzwischen in vielen Ländern der Welt zu sehen und wurde produziert von Zeitsprung Pictures in Köln in Kooperation mit dem SWR und maßgeblicher Unterstützung der MFG. Der Publikumspreis in Ludwigshafen wird aufgrund der knappen Entscheidung bei der Abstimmung durch die Besucher*innen vor Ort ex aequo mit dem Spielfilm “Theken-Cowboys” der Regisseure Orlando Klaus und Alexander Wipprecht geteilt.
Der Preis für die Beste Regie bei einem Film im Wettbewerb des Festivals geht an Mascha Schilinski für ihr Drama “In die Sonne schauen”, für dessen Drehbuch Louise Peter und Mascha Schilinski im Frühjahr 2023 den renommierten, von der MFG-gestifteten Thomas Strittmatter Preis erhalten hatten. Der Film feierte seine umjubelte Weltpremiere im Mai bei den internationalen Filmfestspielen in Cannes, wo er mit dem “Preis der Jury” ausgezeichnet wurde (Produktion: Lucas Schmidt, Maren Schmitt und Lasse Scharpen, Studio Zentral/Berlin). Dieser Preis ist einer der vier Hauptpreise des Festivals in Cannes. Vor Mascha Schilinski wurde mit dem Regisseur Konrad Wolf (1959, „Sterne“) überhaupt erst ein deutscher Regisseur mit dem Preis der Jury ausgezeichnet. “In die Sonne schauen” wurde außerdem vom einem Expert*innengremium zum deutschen Kandidaten für die ‘Oscar’-Verleihung als Bester internationaler Film ausgewählt. Die Nominierungen werden von der Academy of Motion Picture Arts and Science am 22. Januar 2025 bekanntgegeben.
Begründung der Jury: "In ‘In die Sonne schauen’ nimmt sie den Zuschauer mit auf eine Reise, die Zeit und Raum auflöst und dabei eine völlig eigenständige Filmsprache entwickelt. Mit ihrer unkonventionellen narrativen Struktur schafft Mascha Schilinski ein filmisches Mosaik, das einem assoziativen Erinnerungsstrom gleicht. Die vier Protagonistinnen verschiedener Epochen verschmelzen zu einem vielschichtigen Porträt weiblicher Widerstandskraft."
Das 21. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein ging am Wochenende mit einem neuen Besucher*innenrekord von insgesamt etwa 135.000 Zuschauer*innen zu Ende. Das Filmfest zählt mit 19 Tagen und 327 Vorstellungen zu dem längsten und größten Filmfest für deutsche Filme. Programmdirektorin Daniela Kötz und Festivalintendant Dr. Michael Kötz begrüßten viele Filmschaffende zu 124 Filmgesprächen und 68 Galas auf dem Roten Teppich. Die Zahl der Fachbesucher*innen auf der Parkinsel am Rhein erhöhte sich auf 484, eine Steigerung um 20 Prozent.






