Roland Emmerich zum 70.!

Der berühmteste Regisseur schwäbischer Abstammung wurde am 10.11. 70 Jahre alt.

Porträt Roland Emmerich | © SWR
Bei der Vorpremiere anwesend (von li. nach re.): die Direktorin des Hauses der Geschichte Stuttgart Dr. Cornelia Hecht-Zeiler, Regisseur Jo Müller, die Redakteurinnen von SWR Kultur Susanne Schmaltz und Beate Karch, MFG-Unitleiter Filmförderung Robert Gehring, Martin Pieper von Gebrüder Beetz Filmproduktion. | © Susanne Stumpp
Regisseur Jo Müller im Filmgespräch mit Max-Peter Heyne (MFG). | © Susanne Stumpp
Die Gäste aus der Filmbranche wurden zur Vorpremiere unter anderem von der für den Emmerich-Film zuständigen Redakteurin von SWR Kultur, Susanne Schmaltz, begrüßt. | © Susanne Stumpp
| Stuttgart, Los Angeles

Zu seinem Geburtstag ist jetzt ein filmisches, MFG-gefördertes Porträt von Jo Müller in der ARD-Mediathek zu sehen: „Meister der Apokalypse – Roland Emmerich“ bietet Einblicke in die Arbeit und das Privatleben des deutschen Hollywood-Regisseurs von Blockbustern wie „Independence Day“, „The Day After Tomorrow“ und „2012“, dessen Special Effects im Spielfilmbereich – teils noch vor der Digitalisierung – Maßstäbe gesetzt haben. Jo Müller kennt Emmerich seit mehr als 40 Jahren und hat den ‚Master of Desaster‘ in Hollywood seither immer wieder besucht, interviewt und bei der Arbeit am Set filmen dürfen.

Emmerich berichtet von seinem Fehlstart in Hollywood

Zuletzt konnte er Emmerich auch im heimatlichen Sindelfingen treffen, wo das Elternhaus der Geschwister Emmerich zum Verkauf steht. Der Dokumentarfilm bietet erstmals Hintergrundinformationen über die Karriere und das Leben Emmerichs in Hollywood, wo das schwäbische „Wunderkind“ des Actionfilms zunächst keinen leichten Start hatte. Seine Homosexualität verbarg er, um nicht als Regisseur für schwules Kino abgetan zu werden, denn er wollte Actionfilme drehen. Sein erstes großes Projekt sollte ein Science-Fiction-Horror-Streifen mit Superstar Sylvester Stallone werden, doch das kam nie zustande, weil sich Emmerich mit dem damaligen Erfolgsproduzenten Joel Silver („Stirb Langsam“) zerstritt. Silver drohte ihm, dass er in Hollywood niemals wieder Arbeit finden würde. Doch der gebürtige Stuttgarter ließ sich nicht beirren.

Mit Actionfilmen an die Weltspitze des Filmschaffens

Mit „Independence Day“ inszenierte er die Invasion außerirdischer Monster mit beispiellosem Charme, Witz, Esprit und atemberaubenden Trickeffekten. Für die Effekte arbeitete Emmerich mit jungen Talenten der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg zusammen – und legte so auch den Grundstein für den heutigen Erfolg des führenden VFX-Standorts Baden-Württemberg.

Die Vorpremiere von SWR und MFG fand im Haus der Geschichte in Stuttgart statt

Mit dabei waren auch Emmerichs älterer Bruder Andreas mit seiner Familie, die Redakteurinnen von SWR Kultur Susanne Schmaltz und Beate Karch, MFG-Unitleiter Filmförderung Robert Gehring, Martin Pieper von Gebrüder Beetz Filmproduktion, die federführend produzierten, Teile des Filmteams von Jo Müller sowie viele Filmschaffende aus Baden-Württemberg und solche, die bereits mit Roland Emmerich zusammengearbeitet hatten, wie etwa Philipp Timme, der die Trickkamera bei „Independence Day“ bediente.

Jo Müller berichtete im Gespräch mit Max-Peter Heyne (MFG), wie er das über Jahrzehnte entstandene Material bändigte und wie er Emmerich als Privatmensch erlebt hat. Die Bodenständigkeit hat der „Meister der Apokalypse“ jedenfalls nie verloren – auch dank seiner Schwester Ute, mit der er nach Hollywood gegangen war und die viele seiner Filme mitproduzierte.

Das MFG-geförderte SWR-Porträt „Meister der Apokalypse – Roland Emmerich“ ist ab sofort in der ARD-Mediathek abrufbar! 

Quelle: SWR, MFG

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