Filmmatinee zum Holocaust-Gedenktag am 25. Januar in Stuttgart

Haus des Dokumentarfilms präsentiert den experimentellen Dokumentarfilm „Holofiction“ zusammen mit dem Regisseur.

Szenencollage aus dem experimentellen Film "Holofiction" von 2025. | © Kosakowski Films / Holofiction
| Stuttgart

In “Holofiction” hat der deutsch-polnische Regisseur Michal Kosakowski mit Archivbildern aus mehr als 3.000 fiktionalen Filmwerken, die den Holocaust thematisieren, ein eigenes neues Werk montiert. Zugleich ist eine künstlerische Bestandsaufnahme von seit Jahrzehnten wiederkehrenden Bildmotiven und szenischen Narrativen entstanden: Fensterscheiben werden eingeschlagen, Koffer zurückgelassen, Waggontüren schließen sich, Lederstiefel glänzen, Rauchwolken ziehen aus den Schornsteinen. Wachtürme, Stacheldraht, Schäferhunde – „Holofiction“ beschreibt die Anatomie der Massenvernichtung von europäischen Juden und Jüdinnen während der NS-Zeit in sich stets auf’s Neue wiederholenden Themen und Kameraeinstellungen. 

Acht Jahre lang durchforstete Michal Kosakowski weltweit Archive, sichtete Filme und wählte die Exzerpte aus, die er in einer atemlosen Montage neu zusammensetzte. Ein Werk, das ikonografische Bildschöpfungen auf eindringliche Weise reflektiert und uns auffordert, über Erinnerungskultur und Verantwortung gegenüber der Vergangenheit nachzudenken. Der italienische Komponist Paolo Marzocchi komponierte zu Kosakowskis packender Filmerzählung eine kongeniale Musik und spielte sie mit dem von ihm gegründeten WunderKammer Orchestra ein.

„Holofiction“ kommt voraussichtlich im April 2026 in die deutschen Kinos. Nach der HDF-Preview geht er zum International Film Festival Rotterdam. Regisseur Michal Kosakowski ist in Stuttgart zu Gast und gibt Einblick in seine Arbeit. 

25.01.2026 im Otto-Borst-Saal im Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Einlass: ab 10:30 Uhr, Beginn: 11:00 Uhr, Filmdauer: 102 Minuten

Im Anschluss Filmgespräch und Diskussion mit Michal Kosakowski; Moderation: Ulrike Becker (HDF)

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung bis zum 23.01.2026 ist erforderlich:  veranstaltungen@hdgbw.de

Quelle: Haus des Dokumentarfilms
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