Grimme Preis 2026: Fünf Nominierungen für MFG-geförderte Produktionen

In vier unterschiedlichen Kategorien sind die Spielfilme „Rohbau“ und „Ellbogen“, die Dokumentarfilme „Das leere Grab“ und „Nilas Traum im Garten Eden“ sowie die animierte Kinderserie „Lenas Hof“ nominiert.

Logo des Grimme Preises | © Grimme Institut
| Marl, Stuttgart

Fünf MFG-geförderte Produktionen gehen ins Rennen um den renommierten Grimme Preis – die begehrteste Auszeichnung für Fernsehsendungen in Deutschland. Dies teilte heute das Grimme Institut in Marl (Nordrhein-Westfalen) mit. Die fünf nominierten Filme sind vier Preiskategorien zugeordnet und spiegeln somit die gesamte Bandbreite des Förderprofils der MFG Baden-Württemberg wieder: 

  • in der Wettbewerbskategorie „Fiktion“: der Spielfilm „Rohbau“ von Regisseur Tuna Kaptan, produziert von der Mannheimer Produktionsfirma Wood Water in Kooperation mit SWR, BR und Arte. Das Psychodrama schildert das Vertuschen eines tödlichen Unfalls durch einen ehrgeizigen Bauleiter, der einen millionenschweren Auftrag nicht verlieren will. 
  • in der Kategorie „Information & Kultur“: der Dokumentarfilm „Das leere Grab“ der Regisseurinnen Agnes Lisa Wegner und Cece Mlay, eine Koproduktion von kurhaus Production Baden-Baden und Kijiweni Productions in Tansania in Koproduktion mit ZDF – Das kleine Fernsehspiel. Der Film zeigt, welche Spuren und Traumata die Kolonialverbrechen des deutschen Kaiserreiches bis heute in den Familien und Communities Tansanias hinterlassen haben und wie sperrig und undurchdringbar der Dschungel deutscher und tansanischer Bürokratie ist.
  • in der Kategorie „Kinder & Jugend“ die animierte Serie „Lenas Hof“ der Regisseurin Elena Walf, eine Koproduktion von Studio Film Bilder (Ludwigsburg) und Minya Film (Zagreb/Kroatien) für ZDF/KiKa. Die 26-teilige Serie zeigt einen Bauernhof, auf dem die unterschiedlichen Tiere trotz aller Verständigungsprobleme immer einen Weg finden, die Probleme des alltäglichen Lebens zu bewältigen.
  • in der Kategorie „Spezial“ ist die Regisseurin Niloufar Taghizadeh für ihren Dokumentarfilm „Nilas Traum im Garten Eden“ und für ihre herausragenden dokumentarischen Einblicke in Gesellschaft und Kultur des Iran sowie die eindrückliche Vermittlung der Alltagssituation der Bevölkerung im Kriegszustand (Produktion: Niloufar Taghizadeh, Windcatcher-Productions, Heidelberg).
  • ebenfalls in der Kategorie „Spezial“ ist die Nachwuchsschauspielerin Melia Kara für ihre Leistung als Hauptdarstellerin im Jugenddrama „Ellbogen“ unter der Regie von Asli Özarslan nominiert. Der Spielfilm der Produktionsfirma „Achtung Panda!“ (Berlin) in Kooperation mit dem ZDF – Das kleine Fernsehspiel erzählt von einer jungen Frau in Berlin, die in einer Notsituation straffällig wird und vor der Verhaftung in die Heimat ihrer Eltern, die Türkei, flüchtet. 

Der nach dem früheren Generaldirektor des öffentlich-rechtlichen Nachkriegssenders NWDR Adolf Grimme benannte Grimme Preis gilt als renommierteste Auszeichnung für TV-Sendungen aus Deutschland, die „vorbildlich und modellhaft“ sind. Die Preisträger werden im März bekanntgegeben; die Preisverleihung findet am 24. April 2026 in Marl statt. 

Quelle: Grimme Preis/Grimme Institut, MFG

Mehr Infos:

Alle Nominierungen finden Sie hier.

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