Wir haben ehemalige Preisträger*innen, nominierte Autor*innen sowie Produzent*innen erfolgreicher Verfilmungen zu Wort. Sie berichten, welche Bedeutung der Drehbuchpreis für ihre Projekte und für den deutschen Film hat.
Stimmen aus der Branche
Produzent Dietmar Güntsche, Geschäftsführer der Neue Bioskop Film. Sein Spielfilm „Vena“ basiert auf dem Drehbuch, das 2022 mit dem Thomas Strittmatter Preis ausgezeichnet wurde:
„Der Thomas-Strittmatter-Drehbuchpreis zeichnet nicht nur herausragende Drehbücher aus – durch seine Stellung ermöglicht er, dass aus diesen Drehbüchern Filme werden. Genau darin liegt seine besondere Bedeutung für den deutschen Film.“
Drehbuchautor Duc-Thi Bui, Gewinner des Thomas Strittmatter Preises 2026 mit „Malibu“:
“Für mich bedeutet die Auszeichnung mit dem Thomas Strittmatter Preis eine Sichtbarkeit als Drehbuchautor. Nicht nur bezogen auf die Qualität meiner Arbeit, sondern auch als Zeichen für andere Menschen aus marginalisierten Gruppen, dass ihre Perspektiven wertvoll und vor allem erzählenswert sind. Starke Geschichten leben nicht nur von ihrer universellen Kraft. Sie leben auch von spezifischen Erfahrungen, die unterschiedliche Realitäten abbilden.”
Drehbuchautorin Romina Küper, Nominierte des Thomas Strittmatter Preises 2026 mit „HYPER BABY”:
„Durch die anonyme Einreichung ist es möglich, auch als Nachwuchsautorin Sichtbarkeit zu bekommen. Auch den eigenen Stoff von so einer renommierten Jury beschrieben zu hören, öffnet einige Türen. Durch die Verleihung und Nominierung haben sich sehr viele Kooperationspartner*innen gemeldet – aus Redaktion, Produktion, Verleih etc. So können wir HYPER BABY schon diesen Sommer realisieren!“
Drehbuchautorin und Produzentin Gabriele Simon, Flare Film GmbH. Gewinnerin des Thomas Strittmatter Preises 2018 mit „Räuberhände”:
Den Thomas Strittmatter Preis zu gewinnen hat „Räuberhände“ die Initialzündung für die Finanzierung gegeben und der Film hat dadurch schon vor seiner Entstehung eine enorme Aufmerksamkeit und positive Resonanz bekommen.“
Produzent Jakob Claussen gewann 1999 mit „Was tun, wenn's brennt?“ den Thomas Strittmatter Preis und Produzentin Uli Putz (mit Jakob Claussen) gewann 2003 mit „Zuckersand“ den Thomas Strittmatter Preis:
„Zweimal schon kamen wir in den großen Genuss, besonders erzählenswerte Geschichten beim Thomas Strittmatter Preis entdecken zu können. Aus „Was tun, wenn's brennt“ wurde so ein großer Kinofilm und aus „Zuckersand“ ein sehr besonderer Fernsehfilm. Ohne die Ehrungen und die sich jeweils daraus ergebende Öffentlichkeit wären uns diese beiden schönen Stoffe wahrscheinlich bis sicherlich entgangen. Vielen Dank also – wir werden die ausgezeichneten Drehbücher des Thomas Strittmatter Preises weiterhin sehr aufmerksam beobachten.“
Drehbuchautorin und Regisseurin Chiara Fleischhacker, Gewinnerin des Thomas Strittmatter Preises 2022 mit „Vena“:
Als Autorin anerkannt zu werden, bedeutet mir die Welt. Vom Schreiben leben zu können, ist auch heute noch einer meiner größten Wünsche. Der Prozess des Schreibens ist zugleich einer der intimsten Momente in der Filmentstehung, dessen Wertschätzung ich mit großer Dankbarkeit verbinde. Der Thomas-Strittmatter-Preis war dafür ein Wegbereiter, dessen Wert ich kaum in Worte fassen kann.
Filmemacher Philipp Lutz, Gewinner des Thomas Strittmatter Preises 2026 mit „Malibu“:
„Für mich ist der Thomas Strittmatter Drehbuchpreis ein wichtiger Impuls für die Stoffentwicklung in Deutschland, weil er eine frühe Sichtbarkeit in der Branche bietet und durch die anonyme Prüfung einer kompetenten Jury allein die Qualität des Stoffes zählt. So hat jede und jeder die Chance, mit dem Drehbuch nominiert zu werden – unabhängig davon, ob man bereits etabliert oder neu in der Branche ist. Die Auszeichnung gibt zudem enormen Rückenwind für eine Realisierung und bestätigt, dass der eingeschlagene Weg überzeugt. Gleichzeitig schafft das hohe Preisgeld die nötigen Freiräume, um den Stoff mit der nötigen Sorgfalt weiterzuentwickeln.“
Produzent Pascal Nothdurft, ZIEGLER FILM GmbH. Nominierter des Thomas Strittmatter Preises 2019 mit „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?”:
„Die Nominierung zum Thomas-Strittmatter-Preis war ein ganz entscheidender Ermöglicher für "Sie glauben an Engel, Herr Drowak?". Im Rückblick lässt sich sagen, dass darauf Schritt für Schritt alles Weitere aufbaute wie auf einem Fundament: Vertrauen, Sichtbarkeit, Finanzierungspartner, Verleih, Koproduktionsfirmen, bis hin zum Team und der großartigen Besetzung.“
Produzent Christian Becker, Geschäftsführer RatPack & Westside Filmproduktion GmbH. Zusammenarbeit mit Autorin Nicole Armbruster, die 2010 für ihr Drehbuch „Festung“ mit dem Thomas Strittmatter Preis ausgezeichnet wurde:
„Am Anfang jedes guten Films steht ein außergewöhnliches Buch – und genau dort setzt der Thomas Strittmatter Preis an. Er gibt Autorinnen und Autoren den Mut, an einer eigenen, unverwechselbaren Vision festzuhalten, und macht Stoffe sichtbar, lange bevor ihr späterer Erfolg absehbar ist. Filme wie “Vier Minuten”, “Systemsprenger” oder “In die Sonne schauen” zeigen eindrucksvoll, welche enorme Wirkung dieser frühe Impuls entfalten kann.“
Produzent Lucas Schmidt, Studio Zentral. Gewinner des Thomas Strittmatter Preises 2023 mit „In die Sonne schauen”:
„Der Thomas Strittmatter-Preis war für unser Kinoprojekt "In die Sonne schauen" in mehrfacher Hinsicht sehr wichtig. Zum einen ist der Preis - auch Dank der hochkarätigen Juries - ein echtes Gütesiegel, das in der ganzen Branche wahrgenommen wird. Und unsere Autorinnen Mascha Schilinski und Louise Peters haben nicht nur Anerkennung und Bestätigung erfahren für ihre Arbeit, sondern auch ganz konkret finanzielle Unterstützung für die weitere Entwicklung des Drehbuchs erhalten.“
Drehbuchautorin Nicole Armbruster, Gewinnerin des Thomas Strittmatter Preises 2010 mit „Festung”:
„Für mich war der Thomas Strittmatter Preis unglaublich wichtig, weil ich damals sehr mit Selbstzweifeln zu kämpfen hatte, ob ich das überhaupt schaffe und ob ich in dem "Aquarium" überhaupt richtig bin. Ich saß damals in meiner 26m2 Wohnung, habe tagtäglich vor mich hingeschrieben und dachte mir oft, ob das überhaupt irgendjemanden interessiert da draußen, was ich hier mache? - Auch finanziell war der Preis sehr wichtig, mit dem Geld konnte ich in Ruhe ein neues Projekt schreiben - aber ich würde sagen am allerwichtigsten war die emotionale Bestärkung: Der Preis hat mir Mut gemacht, überhaupt weiter zu machen.“
Produzent Andreas Barreiss, Gaumont GmbH. Gewinner des Thomas Strittmatter Preises 2004 mit „Das wahre Leben”:
„Der Thomas-Strittmatter-Drehbuchpreis gilt als Seismograf für neue filmische Erzählweisen und entdeckt Talente oft lange vor ihrem Durchbruch – so auch Alex Buresch und Matthias Pacht, deren preisgekröntes Drehbuch „Das wahre Leben“ später von Bernd Burgemeister und mir produziert und von Alain Gsponer verfilmt wurde. Benannt nach Thomas Strittmatter, würdigt der Preis dessen Anspruch an eigenständiges, mutiges und erzählerisch starkes Drehbuchschreiben. Er prämiert nicht den fertigen Film, sondern die Kraft der Idee und des Drehbuchs.“
Produzentinnen Lisa Purtscher und Lotta Schmelzer, Nominierte des Thomas Strittmatter Preises 2026 mit „HYPER BABY”:
„Der Thomas Strittmatter Preis macht sichtbar, was in der frühen Stoffentwicklung oft im Verborgenen bleibt: mutige, eigenständige Drehbücher wie das von Romina Küper zu HYPERBABY. Als Produzentinnen wissen wir, wie viel Zeit, Vertrauen und Risiko in solchen Stoffen steckt, ein Preis wie dieser gibt genau dafür die verdiente Sichtbarkeit und öffnet Türen zur Realisierung."
Drehbuchautor Franz Böhm, Nominierter des Thomas Strittmatter Preises 2023 mit „Keep Her Quiet”:
„Der Thomas Strittmatter Preis erinnert daran, dass jeder große Film mit einer einzelnen Idee beginnt, und mit Menschen, die an diese Idee glauben, lange bevor sie auf der Leinwand zu sehen ist. Diese Art der Auszeichnung und Förderung von unschätzbarem Wert: Sie schenkt uns das, was kreative Arbeit am dringendsten braucht: Zeit, Vertrauen und den Mut, außergewöhnliche Geschichten zu erzählen. Für mich ist der Thomas Strittmatter Preis deshalb ein klares Bekenntnis zum Drehbuch als Herzstück jedes Films und ein starkes Signal an neue Stimmen, dass ihre Perspektiven wichtig sind. Solche Initiativen ermöglichen tolle Filme und prägen die Zukunft unseres Kinos.“
Produzent Arek Gielnik, INDI FILM Productions GmbH. Gewinner des Thomas Strittmatter Preises 2012 mit „Habib Rhapsody”:
„Der Thomas-Strittmatter-Preis setzt dort an, wo er am meisten benötigt wird - bei der Unterstützung von Autor:innen in der Stoffentwicklung. Auch unser aktueller Spielfilm MISSING*LINK hat von dieser Förderung profitiert. Der Preis gibt einer guten Geschichte die Zeit, Aufmerksamkeit und den Rückenwind, die sie braucht, um zu einem starken Film zu werden.”
Der Thomas Strittmatter Drehbuchpreis gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen für deutschsprachige Drehbücher. Er würdigt außergewöhnliche Stoffe in einem frühen Entwicklungsstadium und trägt dazu bei, dass aus vielversprechenden Drehbüchern erfolgreiche Filmprojekte entstehen.
Sie haben ein starkes Drehbuch? Dann bewerben Sie sich jetzt für den Thomas-Strittmatter-Drehbuchpreis 2027. Die MFG Filmförderung Baden-Württemberg freut sich auf Ihre Einreichung. Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen und zur Einreichung.




















