Zehn MFG-geförderte Filme in Hof

Die 52. Internationalen Hofer Filmtage finden vom 25. bis zum 30. Oktober 2018 statt

Still aus "Sandstern" von Yilmaz Arslan | Bild: Camino Verleih

Im Programm der 52. Internationalen Hofer Filmtage finden sich zehn von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg unterstützte Filme: „Sandstern“ von Yilmaz Arslan, „Kill me today, tomorrow I’m sick“ von Joachim Schroeder und Tobias Streck, „Schwimmen“ von Luzie Loose, „Es ist aus, Helmut“ von Petra Lüschow, „Von Muslim zu Muslim“ von Niko Apel, „Stammtisch“ von Constantin Hatz, „Widerstand“ von Britta Schoening, „No fucking ice cream“ von Agnes Lisa Wegner, „Der letzte Mieter“ von Gregor Erler und „Scala Adieu – Von Windeln verweht“ von Douglas Wolfsperger.

 

Der Mannheimer Regisseur, Autor und Produzent Yilmaz Arslan erzählt in „Sandstern“ von dem 12-jährige Oktay, der aus der türkischen Provinz in die pulsierende Bundesrepublik der 80er Jahre katapultiert wird. Er kann die Sprache nicht, seine Eltern kennt er kaum – keine optimalen Voraussetzungen für einen jungen Menschen, der das Leben liebt. Aber Oktay lässt sich nicht unterkriegen, auch nicht von den Nackenschlägen, die das Schicksal für ihn bereithält.

„Sandstern“ ist eine Produktion der MaxMa Film UG (Deutschland, Produzent: Yilmaz Arslan), der Tarantula sarl (Luxemburg, Produzenten: Donato Rotunno, Elise André) und der Tarantula scrl (Belgien, Produzenten: Joseph Rouschop, Valérie Bournonville). In Ko-Produktion mit dem SWR (Redaktion: Michael Schmidl) und ARTE (Redaktion: Andreas Schreitmüller).

Gefördert wurde der Film von der Film Fund Luxembourg, der MFG Filmförderung Baden-Württemberg, dem DFFF, der FFA, MEDIA, SWR und ARTE.

 

„Kill me today, tomorrow I’m sick“

Regie: Joachim Schroeder und Tobias Streck; Produktion: Preview Productions, München

Im Kosovo, der gefährlichsten Region Europas, kämpfen im Jahr 2000 die idealistische Anna und der Ganove Plaka gemeinsam gegen karrieregeile westliche Bürokraten, skrupellose Revolutionäre und eigene Vorurteile.

 

„Schwimmen“

Regie: Luzie Loose; Produktion: kurhaus production, Baden-Baden

Orientierungslos, gemobbt, das „Opfer“ in der Klasse: Für Elisa ist es die Rettung, als die unerschrockene Anthea ihre Freundin wird. Aber aus der unschuldigen Freundschaft wird Abhängigkeit, und aus dem Spiel mit Handy-Videos entsteht eine unheilvolle Dynamik der Selbstjustiz.

 

„Es ist aus, Helmut“

Regie: Petra Lüschow; Produktion: Kordes & Kordes Film, Berlin und Lucky Bird Pictures, München

Westdeutschland in den 80er Jahren: die 68er und ihre Ideale von Aufbruch und Freiheit sind endlich auch in der hessischen Provinz angekommen und die 17-jährige Ursula ist allen zu viel, denn sie stellt Fragen zur eingeschlafenen Ehe ihrer Eltern und Opas Vergangenheit im 2. Weltkrieg.

 

„Von Muslim zu Muslim“

Regie: Niko Apel; Produktion: AMA Film, Stuttgart

Ron W. aus Berlin und Mustapha L. aus Frankfurt am Main haben den Kampf aufgenommen: Tag für Tag stellen sie sich den Radikalisierungsprozessen in Schulen und Moscheegemeinden entgegen.

 

„Stammtisch“

Regie: Constantin Hatz; Produktion: Domar Film, Esslingen

Der Stammtisch ist ein Ort von Passionen, Sehnsüchten, Ängsten und des politischen Diskurses. Der Dokumentarfilm erzählt Geschichten von Tieren, Körperlichkeit, der Lust am Erleiden von Schmerzen, von Waffen, Politik, Tradition und dem Gespenstischen.

 

„Widerstand“

Regie: Britta Schoening; Produktion: Eikon Media, Stuttgart

Eine junge Identitäre in Wien, eine Neo-Salafistin in Berlin und eine linke Aktivistin in Athen kämpfen jede auf ihre Weise für ein neues Europa.

 

„No fucking ice cream“

Regie: Agnes Lisa Wegner; Produktion: kurhaus production, Baden-Baden

Im Oktober 2005 nehmen drei Teenager Abschied von ihrem Vater, der zwei Tage später hingerichtet wird. Über zehn Jahre später begegnen wird den Dreien. Wie gehen sie heute mit dem Trauma um? Haben sie  eine Chance, ihr Leben besser zu meistern als ihr Vater?

 

„Der letzte Mieter“

Regie: Gregor Erler; Produktion: Gregor Erler, Matthias Ziesing, Christopher Cornelsen

Das letzte unsanierte Haus in einer schicken Wohngegend wird geräumt. Ein bis zum überraschenden Ende spannender, tragischer Berlin-Thriller zu dem hochaktuellen Thema Gentrifizierung.

 

„Scala Adieu – Von Windeln verweht“

Regie: Douglas Wolfsperger; Produktion: Douglas Wolfsperger Filmproduktion

In Konstanz am Bodensee musste der „Scala Filmpalast“ der größten Drogeriemarktkette Europas weichen: noch mehr Windeln, noch mehr Zahnpasta für die Anwohner und die Konsumtouristen aus der benachbarten Schweiz.

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