MFG-Star 2018 - die Nominierten stehen fest

Vier Regisseur.innen können sich Hoffnungen auf den Nachwuchspreis machen

Die MFG Filmförderung Baden-Württemberg und das FernsehfilmFestival Baden-Baden geben die vier Nominierten für den Regienachwuchspreis MFG-Star bekannt | Den Preisträger kürt der alleinige Juror Hans Steinbichler am 30. November 2018

 

Der von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg gestiftete MFG-Star wird alljährlich beim FernsehfilmFestival Baden-Baden an Nachwuchsregisseur.innen für ihre erste oder zweite Filmarbeit verliehen. Mit dem Preis ist ein sechswöchiger Aufenthalt in der Villa Aurora in Pacific Palisades bei Los Angeles verbunden, auf den sich diese vier nominierten Regisseur.innen Hoffnungen machen dürfen:

 

Eva Trobisch für „Alles ist gut“

Alles ist gut – so zumindest der Eindruck, den Janne vermitteln möchte. Aber nichts ist gut. Nicht, seitdem ihr neuer Chef ihr seinen Schwager Martin vorgestellt hat, der am Abend ihres Kennenlernens gegen ihren Willen mit ihr schläft. Danach lässt Janne erst mal alles seinen gewohnten Gang gehen. Doch ihr Schweigen über den Vorfall weicht nach und nach einer stillen Ohnmacht. Bis Janne ihr Leben und die Liebe zu ihrem Freund Piet langsam entgleiten.

 

Felix Hassenfratz für „Verlorene“

Süddeutsche Provinz: Die 18-jährige Maria und ihre Schwester Hannah leben nach dem Tod der Mutter alleine mit ihrem Vater. Das Familiengefüge ist fragil; doch Maria versucht es mit aller Kraft zusammenzuhalten. Als Valentin, Zimmermann auf der Walz, im Betrieb der Familie zu arbeiten beginnt, verliebt sich Maria in ihn. Ein dunkles Geheimnis verhindert jedoch, dass sie ihrer Liebe nachgeben kann: ein Geheimnis, das sie auch vor ihrer Schwester Hannah verbirgt.

 

Jan Speckenbach für „Freiheit“

Nora geht zur Tür hinaus, verlässt ihren Mann Philip und die beiden Kinder ohne ein Wort der Erklärung. Sie will frei sein, wieder spüren, dass sie lebt. Nora hat

das Gefühl, durch ihren Alltag der Welt abhandengekommen zu sein. Während sie einen neuen Weg sucht, bleibt Philip zurück und muss Kinder, Arbeit und Alltag weiter am Laufen halten. Wird seine Frau überhaupt noch einmal zurückkehren? Noras Suche nach Freiheit ist für ihn eine Fessel. 

 

Isa Prahl “1000 Arten, Regen zu beschreiben”

Seit Wochen ist die Tür zu: Mike, gerade 18 geworden, hat sich eingeschlossen. Er ist nicht krank. Er hat sich bewusst dazu entschieden, nicht mehr am Leben draußen teilzunehmen. Die Eltern Susanne und Thomas stehen ebenso wie Schwester Miriam ohnmächtig vor seinem Zimmer – warten, fragen, fordern, flehen, rasten aus, verzweifeln, beschuldigen, ignorieren und hoffen. Die verschlossene Tür wird immer mehr zum Spiegel ihrer eigenen Geschichten. 

 

 

Die Vorauswahljury bestand aus Bettina Reitz (Juryvorsitzende Wettbewerb des FernsehfilmFestivals Baden-Baden), Cathrin Ehrlich (Festivalleitung FernsehfilmFestival Baden-Baden), Ulrike Frick (Programmerin der Reihe NEUES DEUTSCHES FERNSEHEN beim Filmfest München), Andrea Hohnen (Programmleiterin FIRST STEPS) und Prof. Carl Bergengruen (MFG-Geschäftsführer). 

Die vier nominierten Arbeiten werden dem Publikum am Freitag, dem 30. November im Rahmen einer ganztägigen Veranstaltung im Kurhaus Baden-Baden präsentiert. Knut Elstermann moderiert die Filmgespräche im Anschluss an die Filmvorführungen.

Am Abend entscheidet dann der alleinige Juror, der renommierte und mehrfach ausgezeichnete Regisseur Hans Steinbichler  (u.a. „Hierankl“, „Winterreise“, „Das Tagebuch der Anne Frank“), wer in diesem Jahr den MFG-Star gewinnt. Der Preis wird bereits zum 19. Mal verliehen.

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