41. Bayrischer Filmpreis

Fünf Preise für MFG-geförderte Produktionen

Still aus „Zoros Solo“
Still aus „Zoros Solo“  | Foto: Felix Meinhardt

Am 17. Januar 2020 fand die 41. Verleihung des Bayerischen Filmpreises im Münchner Prinzregententheater statt. Bereits wie im vergangenen Jahr wurde auch bei der diesjährigen Verleihung der Produzentenpreis geteilt: 100.000 Euro gingen an Jonas und Jakob D. Weydemann (Weydemann Bros) für die Produktion von „Systemsprenger". Die Drehbuchautorin und Regisseurin Nora Fingscheidt erzählt die Geschichte von Benni, einer wilden Neunjährigen, die man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. „Die spürbare Energie, aber auch die erzählerische Sicherheit dieser Ausnahmeproduktion lassen alle Gewerke, das gesamte Team glänzen", heißt es seitens der Jury. Bereits 2017 wurde das Drehbuch zu „Systemsprenger“ mit dem von der MFG verliehenen Thomas Strittmatter Preis ausgezeichnet.

Die Autoren Martin Busker und Fabian Hebestreit erhielten den mit 10.000 Euro dotierten Bayerischen Filmpreis in der Kategorie Drehbuch für „Zoros Solo". Überreicht wurde der Preis von Hauptdarsteller Mert Dincer und den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben. Die von der MFG Baden-Württemberg im Verleih und in der Produktion geförderte Tragikomödie ist eine emotionale, humorvolle Geschichte über die Suche nach Heimat und Zugehörigkeit, über die Bedeutung von Familie und Freundschaft, die alle Grenzen überschreitet.

Den ebenfalls mit 10.000 Euro dotierten Darstellerpreis mussten sich die Film-Kollegen Bjarne Mädel und Lars Eidinger für ihre Rollen in Markus Gollers Roadmovie „25 km/h“ teilen.  In dem Film brillieren die beiden Schauspieler als Brüderpaar, das sich nach 30 Jahren auf der Beerdigung des Vaters wieder begegnet und beschließt ihren Jugendtraum zu verwirklichen. Sie fahren mit dem Moped zum Timmendorfer Strand und lernen sich dabei besser kennen.

Die MFG Baden-Württemberg förderte die Produktion wie auch DFFF, FFA, FFF Bayern, FF Hamburg Schleswig Holstein und Film- und Medienstiftung NRW.

Für „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ erhielten die Produzenten Fabian Maubach und Jochen Laube (Sommerhaus Filmproduktion) den Bayerischen Filmpreis für den besten Kinder- und Jugendfilm (dotiert mit 10.000 Euro). Die einfühlsam inszenierte Romanadaption von Caroline Link ist eine berührende Geschichte über Zusammenhalt, Zuversicht und darüber, was es heißt, eine Familie zu sein. Die Produktion erhielt von der MFG Baden-Württemberg, dem FFF Bayern, dem Medienboard Berlin-Brandenburg und der Stiftung Kuratorium Junger Deutscher Film Förderung.

Regisseur Philipp Stölzl wurde in der Kategorie „Sonderpreis des Bayerischen Filmpreises” für die Musicalverfilmung  „Ich war noch niemals in New York“ um eine romantische, turbulente und (un)freiwillige Kreuzfahrt nach New York ausgezeichnet. Die MFG Baden-Württemberg hat diese Produktion von UFA Fiction (Berlin) mit Referenzmitteln unterstützt.

Aus der Begründung der Jury: „Grell und quietschbunt, die Übertreibung nicht scheuend, ist Philipp Stölzls ‚Ich war noch niemals in New York’ in jeder Hinsicht ein ungewöhnlicher deutscher Kinofilm. Getrieben vom Sound und von den Songs eines Udo Jürgens’, hat der Filmmacher sich an ein Musical Made in Germany gewagt. Die Jury würdigt den künstlerischen Leiter dieser tolldreisten Unternehmung stellvertretend für die, in allen Kategorien, außerordentliche Leistung des Teams und des Ensembles.“

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