FILMFEST MÜNCHEN 2026: Vier MFG-geförderte Produktionen feiern Premiere

Gleich vier MFG-geförderte Produktionen waren in diesem Jahr auf dem Festival zu sehen und feierten dort ihre Premiere. Mit "23.000 Leben", „Block 10“, „Drei Kameradinnen“ und „Virginia Woolf’s Night & Day“ präsentierten sich in München vier sehr unterschiedliche Filme.

Personengruppe steht von der Fotowand beim Filmfest München
Premiere von "Drei Kameradinnen" beim FILMFEST MÜNCHEN. | © MFG
Premiere von "Virginia Woolf's Night & Day" beim FILMFEST MÜNCHEN. | © MFG
| München

Gleich vier MFG-geförderte Produktionen waren in diesem Jahr auf dem Festival zu sehen und feierten dort ihre Premiere. Mit "23.000 Leben", „Block 10“, „Drei Kameradinnen“ und „Virginia Woolf’s Night & Day“ präsentierten sich in München vier sehr unterschiedliche Filme, die auf eindrückliche Weise zeigen, wie vielfältig, relevant und international anschlussfähig die von der MFG unterstützten Projekte sind.

Besonders bewegend war die Weltpremiere von „Block 10“. Der Film von Regisseur Marcus O. Rosenmüller erzählt, basierend auf Prozessakten, von den medizinischen Experimenten an jüdischen Frauen im sogenannten Block 10 in Auschwitz und macht damit ein grausames Kapitel nationalsozialistischer Verbrechen sichtbar. Produzentin und Autorin Alice Brauner betonte bei der Premiere die historische Genauigkeit des Films: Alles, was in „Block 10“ zu sehen sei – bis hin zu Häftlingsnummern und biografischen Details –, entspreche den Tatsachen. Der lange Applaus nach der Vorführung zeigte, wie sehr der Film das Publikum berührte. „Block 10“ ist eine Koproduktion von Niama Film Stuttgart und erhielt 2025 Produktionsförderung der MFG. Der Kinostart ist für den 5. November 2026 geplant.

Ebenfalls seine Weltpremiere feierte beim FILMFEST MÜNCHEN der MFG-geförderte Spielfilm „Drei Kameradinnen“. Die Literaturverfilmung nach dem gleichnamigen Roman von Shida Bazyar wurde von Milena Aboyan inszeniert und erzählt von Freundschaft, Zusammenhalt sowie vom Umgang mit Alltagsrassismus und gesellschaftlicher Radikalisierung. Der Film greift hochaktuelle Themen auf und verbindet sie mit einer intensiven Erzählung über Solidarität und Widerstandskraft. Vor Ort sprach die MFG mit Hauptdarstellerin Bayan Layla sowie mit Marian B. Metzner Thorn, Teamleiter Produktionsförderung und Green Shooting bei der MFG, über den Film und seine Entstehung.

Bereits wenige Tage zuvor feierte „Virginia Woolf’s Night & Day“ seine Premiere. Der von der MFG geförderte Spielfilm unter der Regie von Tina Gharavi adaptiert Virginia Woolfs Roman Night and Day und erzählt im London des Jahres 1910 von Katharine Hilbery, einer Amateurastronomin, die zwischen wissenschaftlichem Ehrgeiz, gesellschaftlichen Erwartungen und der Liebe ihren eigenen Weg sucht. Mit Haley Bennett, Elyas M’Barek, Lily Allen und weiteren namhaften Darstellerinnen und Darstellern verbindet der Film literarische Vorlage, Zeitgeschichte und eine moderne Perspektive auf Selbstbestimmung. Produziert wurde der Film von Julie Link, Christopher Figg, Philipp G. Steffens, Meg Thomson, Justine Waddell, Marc Grewe, Stephen Julius und Sebastian Leutner. Die visuellen Effekte entstanden bei LAVAlabs moving images in Baden-Württemberg. Filmeditor Hansjörg Weißbrich sprach am Rande des Festivals über seine Arbeit am Film und darüber, was ihn an dem Stoff besonders fasziniert hat. Der deutsche Kinostart ist am 9. Juli 2026 im Verleih von Wild Bunch geplant.

Mit den Premieren von „Block 10“, “23.000 Leben”, „Drei Kameradinnen“ und „Virginia Woolf’s Night & Day“ war die MFG Filmförderung Baden-Württemberg beim FILMFEST MÜNCHEN 2026 mit drei Produktionen vertreten, die auf sehr unterschiedliche Weise gesellschaftliche, historische und persönliche Themen verhandeln.

Quelle: MFG
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