Die MFG fördert sieben Filme im Verleih und ein Vertriebsprojekt

In der letzten Sitzung für das Jahr 2017 hat die Jury im Bereich Verleih/Vertrieb Förderdarlehen in Höhe von rund 250.000 Euro für sechs Filme und ein Vertriebsprojekt bewilligt.

In der letzten Sitzung für das Jahr 2017 hat die Jury im Bereich Verleih/Vertrieb der MFG Filmförderung Baden-Württemberg Förderdarlehen in Höhe von rund 250.000 Euro für sechs Filme und ein Vertriebsprojekt bewilligt. Zudem wurde ein Dokumentarfilm mit Referenzmitteln in Höhe von 10.000 Euro bedacht. Die höchste Fördersumme in dieser Förderrunde ging mit 95.000 Euro an den Stuttgarter Kinostar Filmverleih für die Mundartkomödie „Laible und Frisch - Do goht dr Doig“ von Michael Rösel.

 

Die um zwei neue Mitglieder – Prof. Dr. Susanne Marschall, die neue Juryvorsitzende, und Dieter Krauß – verstärkte Jury hat sich für fünf Spielfilme, einen Dokumentarfilm und ein Animationsprojekt entschieden. Noch in diesem Jahr startet die von der Dettinger Schwabenlandfilm mit Unterstützung der MFG realisierte schwäbische Geschichte um die Bäcker Laible und Frisch in den Kinos. Eine weitere MFG-geförderte Produktion unter den jetzt für Verleihförderung ausgewählten Projekten ist die Komödie „Back for Good“ von Mia Spengler, die bei der Berlinale reüssierte und im April 2018 in die Kinos kommt. Der Tübinger Arsenal Filmverleih erhält Fördermittel für den französischen Spielfilm „Eine bretonische Liebe“ und Referenzmittel für die Herausbringung des Dokumentarfilms „Chavela“. Der Animationskünstler und Professor an der Filmakademie Baden-Württemberg Jochen Kuhn wird mit rund 30.000 Euro für seine Kompilation von zehn Animationsfilmen gefördert.

 

Die Förderentscheidungen im Einzelnen:

 

Laible und Frisch - Do goht dr Doig

95.000 Euro

Komödie

Regie: Michael Rösel

Antragsteller: Kinostar Filmverleih GmbH, Stuttgart

Kinostart: 28.12.2017

Traditionsbäcker Walter Laible erfährt zu seinem Entsetzen, dass seine Frau Marga und sein Sohn Florian aufgrund drückender Schulden Bäckerei und Heim verkaufen mussten – und zwar ausgerechnet an Walters größten Konkurrenten, den Industriebäcker Manfred Frisch. Doch auf Manfreds Höhenflug folgt jäh der unvermeidliche Absturz und er verliert sein Unternehmen. Um das Frisch-Unternehmen zurück gewinnen zu können, ersinnt er einen gewieften Plan. Dafür benötigt er allerdings die Hilfe der Laibles …

 

Eine bretonische Liebe

45.000 Euro

Drama, Komödie

Regie: Carine Tardieu

Antragsteller: Arsenal Filmverleih GmbH, Tübingen

Kinostart: 21.12.2017

Als der 45-jährige Witwer Erwan durch einen Zufall erfährt, dass Bastien nicht sein echter Vater ist, macht er sich auf die Suche nach seinem biologischen Erzeuger. Bald findet er den spitzbübischen 70-jährigen Joseph, den seine Mutter nur flüchtig kannte. Erwan erliegt nicht nur bald dessen Charme, sondern auch dem der ungestümen Anna, die eine geheime Verbindung zu den beiden hat. In diese familiäre Verwirrung platzt auch noch Erwans eigene Tochter Juliette, die hochschwanger ist, sich aber trotzig weigert, den Namen des Vaters zu verraten.

 

Back for Good

35.000 Euro

Drama, Komödie

Regie: Mia Spengler

Antragsteller: NFP marketing & distribution GmbH, Berlin

Kinostart: 12.04.2018

Reality-TV-Sternchen Angie hat aus PR-Gründen einen Drogenentzug absolviert, mit dessen Hilfe sie sich wieder ein bisschen mehr ins Rampenlicht rücken wollte. Doch die Konkurrenz in der Welt der B-Prominenz ist hart. Als Angie auch noch von ihrem Freund und Manager verlassen wird, bleibt ihr nichts anderes übrig, als wieder bei ihrer Mutter Monika einzuziehen. Dort trifft sie auch auf ihre Schwester Kiki, die an Epilepsie leidet. Die beiden Schwestern finden langsam wieder Anschluss aneinander, doch als ihre Mutter ins Krankenhaus muss, sieht sich Angie gezwungen, echte Verantwortung für Kiki zu übernehmen. Und was zunächst wie ein Desaster aussieht, könnte eine Chance für die zerrüttete Familie sein.

 

Jochen Kuhn International - Zusammenstellung von zehn Animationskurzfilmen von Jochen Kuhn

30.700 €

Animation

Regie: Jochen Kuhn

Antragsteller: Jochen Kuhn, Ludwigsburg

Vertriebsprojekt

Filmauswahl: Robert Langner Biografie (1988), Die Beichte (1990), Silvester (1992/93), Neulich 2 (2000), Neulich 3 (2002), Sonntag 1 (2005), Sonntag 3 (2012), Sonntag 0 (2013), Immer Müder (2014), Zentralmuseum (2016)

               

Alte Jungs

30.000 Euro

Komödie

Regie: Andy Bausch

Antragsteller: Camino Filmverleih GmbH, Stuttgart

Kinostart: 04.01.2018

Vier zerknautschte alte Männer haben genug davon wie kleine Kinder behandelt zu werden. Gemeinsam mit ihren Freunden planen sie eine Zukunft jenseits des Altenheims. Nuckes, der Alt-68er, ist die treibende Kraft der Gruppe und er weiß, wie man „Widerstand“ organisiert. Der Tod kann warten. Das Leben nicht.

 

Atelier de Conversation

8.500 Euro

Dokumentarfilm

Regie: Bernhard Braunstein

Antragsteller: Bernhard Koch, Tübingen

Kinostart: März 2018

Im Dokumentarfilm Atelier de Conversation steht eine gleichnamige wöchentliche Gesprächsrunde in der Bibliothek des Centre Pompidou in Paris im Fokus. Hier treffen sich Flüchtlinge und Bildungsbürger, um gemeinsam die französische Sprache zu trainieren und ihre verschiedenen Kulturen zusammenzuführen.

 

Die Tochter

5.000 Euro

Drama

Regie: Mascha Schilinski

Antragsteller: missingFILMs GbR Christos Acrivulis und Andreas Severin, Berlin

Kinostart: 24. Mai 2018

Diesiebenjährige Luca testet nach der Trennung ihrer Eltern ihre Grenzen sorgfältig aus. Bisher war sie die kleine Prinzessin für ihren Papa Jimmy, der ihr nichts abschlagen konnte. Nach der Trennung versuchen sowohl Papa als auch Tochter mit der ungewohnten neuen Situation klar zu kommen, dabei wird die kleine Luca schnell zum Bindeglied zwischen Jimmy und seiner ehemaligen Partnerin Hannah degradiert. Das Mädchen weiß seine neue Position allerdings geschickt auszunutzen und manipuliert seine Eltern nach Belieben.

 

Referenzmittel:

 

Chavela

10.000 Euro

Dokumentarfilm

Regie: Catherine Gund, Daresha Kyi

Antragsteller: Arsenal Filmverleih GmbH, Tübingen

Kinostart: 17.08.2017

Schlich Chavela wirklich spät nachts in die Schlafzimmer von Frauen wie Ava Gardner, um sie ihren Ehemännern abspenstig zu machen? Lud sie manchmal ihre Waffe, nur um aus Spaß rumzuballern? Hatte sie ausufernde Trinkgelage mit ihren Freunden, die freitags begannen und bis zum darauffolgenden Mittwoch dauerten? Lebte sie ein Jahr lang mit Frida Kahlo und hatte eine leidenschaftliche Romanze mit ihr? Das Porträt einer Frau, die es wagte, auf einzigartige Weise singend, tanzend, sich kleidend und redend ihr Leben zu leben.

 

Die Förderentscheidungen trafen Prof. Dr. Susanne Marschall (Vors.), Thomas Bastian, Dietrich Förster-Henkel, Franziska Heller, Dieter Krauß, Herbert Spaich und Prof. Carl Bergengruen.

Nächster Einreichtermin für Verleih-/Vertriebsförderung: 1. Februar 2018

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